Maria Magdalena

Es gibt sie – und mehr als man vielleicht annehmen könnte: mutige und starke Frauen in der Bibel. Eine steht heute im Zentrum der Morgengedanken von Dietmar Stipsits.

Morgengedanken 14.2.2020 zum Nachhören (bis 13.2.2021):

Eine letzte Geschichte möchte ich erzählen, die mir auch ganz deutlich zeigt, dass Gott so manche Finsternis hell machen kann. Es ist die Geschichte der Maria Magdalena. Matthäus erzählt in seinem Evangelium, dass Maria Magdalena Jesus auch in seiner kritischsten Zeit im Leben, bei seiner Kreuzigung nicht allein gelassen hat.

Dietmar Stipsits
ist Pfarrer im Seelsorgeraum Bad Tatzmannsdorf, Bernstein und Mariasdorf

Weite des Lebens in Fülle

Was wird sich Maria Magdalena dabei wohl gedacht haben, als Jesus am Kreuz starb, und sie dann dabei half, Jesus zu begraben? „Jetzt ist alles aus. So viel Hoffnung hat Jesus uns geschenkt und neuen Lebensmut. Und jetzt ist er am Kreuz gestorben.“ Der Tod als wohl finsterste Finsternis, die man sich vorstellen kann. Der Tod als das absolute Ende, kein Ausweg, alles vorbei.

Maria Magdalena zeigt mir, dass selbst in einer derart ausweglosen Situation der Psalm 18 recht behält. Ja, Maria Magdalena ist die erste, die dem auferstandenen Jesus begegnet, und sie ist es, die den anderen Jüngern mitteilt: „Gott macht auch die Finsternis des Todes hell. Jesus lebt. Er führt uns alle in die Weite, in seine Weite des Lebens in Fülle!“