Lachend durchs Leben

„Lachen ist die beste Medizin“ – und das ist übrigens wirklich ärztlich bewiesen! Die CliniClowns beispielsweise zaubern Kindern in Spitälern wieder ein Lachen ins Gesicht und helfen so bei einer schnelleren Genesung.

Morgengedanken 19.2.2020 zum Nachhören (bis 18.2.2021):

Ein gutes Mittel gegen die Managerkrankheit: Stecke mehr Zeit in deine Arbeit als Arbeit in deine Zeit. Diese Empfehlung von Friedrich Dürrenmatt, dem bedeutenden Schweizer Schriftsteller, der nächstes Jahr seinen 100. Geburtstag feiern würde, ist ein wohlformuliertes Rezept gegen Burn-out. Und ein humorvolles dazu.

Bernhard Loss
ist Kirchenmusikreferent der Diözese Feldkirch in Vorarlberg

Nicht verzweifeln!

Friedrich Dürrenmatt war der Humor wichtig, sagt Pierre Bühler, Schweizer Theologe und Dürrenmatt-Kenner: „Humor, das ist mehr als Lachen, es ist eine Lebensweisheit, eine Lebenseinstellung, die uns immer wieder die Perspektive gewinnen lässt, dass man noch nicht an den letzten Möglichkeiten ist, dass es immer etwas gibt, das ermöglicht zu handeln und Stellung zu beziehen“. Humor war für Dürrenmatt wichtig, um gegen den von ihm als „Durcheinander“ bezeichneten Zustand der Welt anzukämpfen. „Wenn man die Welt anschaut, kann man verzweifeln. Das ist zwar keine Folge der Welt, sondern es ist eine Antwort. Eine andere Antwort wäre, gerade nicht zu verzweifeln und die Welt zu bestehen.“ Diese Haltung ist die Haltung des Don Quichote, der gegen Windmühlen kämpft, aber nicht daran verzweifelt. Friedrich Dürrenmatt, der zwischen der Malerei und Literatur hin- und hergerissen war, hat zeitlebens viel gezeichnet und gemalt. Auch die Figur des Don Quichote, wie er gegen Hochspannungsmasten ankämpft. Scheinbar aussichtslos, aber nicht verzweifelnd.

Humor hatte Dürrenmatt auch sich selbst gegenüber, wenn er sagte: Die Hälfte dessen, was man schreibt, ist schädlich, die andere Hälfte unnütz. Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag, an dem Sie mehr Zeit in die Arbeit als Arbeit in die Zeit stecken.