Wegzeichen in der Landschaft

Frühlingszeit ist Wanderzeit - und da kommt man auch immer wieder an Kreuzen, Bildstöcken und ähnlichen Dingen vorbei.

Morgengedanken 2.6.2020 zum Nachhören (bis 1.6.2021):

Bei vielen der Wegzeichen, die überall in unserer Landschaft zu finden sind, weiß ich zwar, wo sie stehen, aber ich fahre meistens schnell daran vorbei. Und so kann ich kaum Details ihrer Gestaltung wahrnehmen und sicher nicht die Inschriften lesen, die ihren Ursprung erklären. Erst dort, wo ich langsamer als sonst zu Fuß unterwegs bin, erst dort, wo ich stehen bleibe, kann ich wirklich darauf achten, was diese Bildstöcke bedeuten.

Christian Wiesinger
ist Dechant in Laa-Gaubitsch und Pfarrmoderator in den Pfarren Eichenbrunn, Gaubitsch, Patzmannsdorf und Unterstinkenbrunn im Weinviertel (NÖ)

Liebevolles Hinschauen

Stehen bleiben, etwas überhaupt wahrnehmen, bewusst hinschauen, achtsam sein – das ist ja nicht nur bei Wegkreuzen sinnvoll. Manches ist gerade in diesen Wochen langsamer geworden. Viele sind sehr achtsam, auf vieles schauen wir bewusst hin…

Gerade bei aller Sorge und Unsicherheit, bei allem, was sich durch die gegenwärtige Situation schnell ändert – sind nicht die Achtsamkeit, das liebevolle Hinschauen, das bewusste Wahrnehmen besondere Quellen für das Leben, die der Heilige Geist uns finden lässt?