Ein Hoffnungsträger?

Eines ist besonders wichtig, um Christsein heute zu leben. Darüber mehr nun in den Morgengedanken von Pfarrer Dietmar Stipsits.

Morgengedanken 28.7.2020 zum Nachhören (bis 27.7.2021):

„Was wäre das Leben ohne Hoffnung“, fragt schon Friedrich Hölderlin in seinem Roman „Hyperion“. So wie der Fisch das Wasser, ein Vogel seine Flügel, meine Lunge die Luft braucht, so braucht ein jeder Mensch die Hoffnung, behaupte ich. Wer nichts mehr hofft, der gibt sich auf. Wer keine Hoffnung mehr hat, der lässt sich gehen, lässt alles einfach laufen, lässt seine Flügel hängen, wagt nichts mehr. Der Hoffnungslose existiert zwar noch, aber er lebt nicht mehr.

Dietmar Stipsits
ist römisch-katholischer Pfarrer im Seelsorgeraum Bad Tatzmannsdorf, Bernstein und Mariasdorf im Burgenland

Zukunft und Hoffnung

Für mich ist die ganze Bibel voll mit Erzählungen, in denen Gott dargestellt wird als einer, der den Menschen Hoffnung schenkt. Ganz besonders entdecke ich diese Grundbotschaft christlichen Glaubens in der Person von Jesus: Als Christ/in muss ich vor allem und zunächst ein Mensch mit Hoffnung sein. Jesus schenkt den Menschen, denen er begegnet, immer wieder Hoffnung in deren Leben.

In Johann Sebastian Bachs Choral „Jesus bleibet meine Freude“ wird Jesus besungen, als „meines Lebens Kraft“. Das heißt für mich: Egal wie aussichtslos momentan mein Leben ist, die Hoffnung gebe ich nicht auf. Jesus schenkt auch mir eine Zukunft und eine Hoffnung.