Logos – Glauben und Zweifeln 30.1.2021

Was glauben Sie? – Arik Brauer

Am 24. Jänner starb der vielfältige Maler, Graphiker, Bühnenbildner, Sänger und Dichter Arik Brauer im Alter von 92 Jahren im Kreis seiner Familie in Wien. In Memoriam Arik Brauer bringt Logos ein Gespräch anlässlich seines 80. Geburtstags im Jahr 2009.

„Sein Köpferl im Sand“ – das Lied auf der 1971 erschienenen Schallplatte mit dem lapidaren Titel „Arik Brauer“ zählt wohl zu den musikalisch bekanntesten Schöpfungen des Künstlers. Zwei Mal bekam er dafür in Deutschland die Goldene Schallplatte verliehen. Doch Musik ist nur eines der vielen künstlerischen Geleise, auf denen Arik Brauer im Laufe seines Lebens unterwegs war. Arik Brauer – das ist neben seiner Hauptprofession des Malens – auch ein Sänger, Dichter, Grafiker, Bühnenbildner, Skulpteur und Hausbauer, wenn man so will ein früher Multimedia–Künstler.

Logos
Samstag, 30.1.2021, 19.05 Uhr, Ö1

Am 4. Jänner 1929 wurde Arik Brauer in Wien-Ottakring als Sohn eines jüdischen Schuhmachers geboren. Als einer der wenigen Juden überlebte er die Verfolgung durch die Nazis in Wien, während viele seiner Verwandten und Freunde in den Konzentrationslagern umgebracht wurden. So ein Schicksal prägt zutiefst. Die Geschichte und das Schicksal des jüdischen Volkes nehmen in Brauers Schaffen eine zentrale Rolle ein und sind sein persönlicher Beitrag zu einem jüdisch-christlichen Dialog und Verständnis.

Künstlerisch war Brauer ein Schüler von Robin Anderson und Albert Paris-Gütersloh. Zusammen mit Ernst Fuchs, Rudolf Hausner, Anton Lehmden und Wolfgang Hutter zählt er zu den prominentesten Vertretern der Wiener Schule des Phantastischen Realismus.

LOGOS bringt ein Gespräch, das Johannes Kaup mit Arik Brauer in seinem Atelier in Wien-Währing im Jahr 2009 anlässlich des 80. Geburtstags des Künstlers geführt hat.