Memo – Ideen, Mythen, Feste 1.11.2021

„Wie Österreich fast protestantisch wurde“

Zum 200-Jahr-Jubiläum der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Österreich gilt als zutiefst katholisch geprägtes Land – und tatsächlich bekennt sich bis heute eine große Mehrheit der Bevölkerung zur römisch-katholischen Kirche.

Im 16. und 17. Jahrhundert war auf dem Gebiet des heutigen Österreich allerdings die Reformation ausgesprochen erfolgreich. Erst in der sogenannten „Gegenreformation“ wurde das Land mit großem Aufwand und mit teils äußerst brutalen Mitteln „re-katholisiert“. Der frühere evangelische Bischof Dieter Knall hat darin die erste und grundlegende Verwundung der „österreichischen Seele“ gesehen.

Memo
Montag, 1.11.2021, 19.05 Uhr, Ö1

Erst mit dem „Toleranzpatent“ 1781 wurde evangelisches Leben in Österreich wieder offiziell möglich – und es ist erstaunlich, wie viel sich davon im Untergrund (oder besser gesagt: in entlegenen Alpentälern) halten konnte.

Das „Protestantenpatent“ 1861 war dann ein weiterer Schritt zur völligen Gleichstellung mit der katholischen Bevölkerungsmehrheit. Dazwischen wurde mit der Gründung einer evangelisch-theologischen Fakultät in Wien ein weiterer wichtiger Schritt gesetzt.

Aus diesem Anlass beleuchtet „Memo“ am Tag nach dem Reformationsfest ein wenig beachtetes historisches Kapitel: „Wie Österreich fast protestantisch wurde“ – als Teil 3 der Reihe „Bevor das Christentum nach Österreich kam“ („Tao“ am 22. Mai 2021) und „Wie das Christentum nach Österreich kam“ („Memo“ am 24. Mai 2021).

Gestaltung: Markus Veinfurter