Tao – aus den Religionen der Welt 4.12.2021

Begleiten, helfen, Wege weisen

Rabbiner/Rabbinerin sein heute: Sie sind Fachleute in Sachen Ehe- und Familienrecht, seelsorglich und psychologisch besonders geschult oder haben ihren Schwerpunkt im Umfeld der Lebensmittelchemie.

Rabbiner und Rabbinerinnen sind in unterschiedlichsten Bereichen aktiv. Während sich die einen eher als Seelsorger bzw. Seelsorgerinnen verstehen, engagieren sich die anderen in Rabbinatsgerichten – etwa, wenn es um strittige Scheidungen geht. Und wieder andere haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Kaschrut, die jüdischen Speisevorschriften (Stichwort „koscher“), zu überwachen.

Tao
Samstag, 4.12.2021, 19.05 Uhr, Ö1

Das Betätigungsgebiet eines Rabbiners bzw. einer Rabbinerin ist also sehr vielfältig: vom Religionsunterricht bis hin zu Medienauftritten. Und natürlich müssen sie in den verschiedensten religiösen Fragen immer auf dem neuesten Stand sein. Mit anderen Worten: Sie dürfen nie aufhören dazuzulernen. Und die meisten jüdischen Traditionen – alle außerhalb des orthodoxen Judentums – erkennen mittlerweile auch Frauen in diesem Amt an. 1935 wurde die Berlinerin Regina Jonas als weltweit erste Frau in dieses Amt ordiniert.

Einer, der dieses facettenreiche Amt seit Jahren ausübt, ist Jaron Engelmayer, seit Sommer 2020 Oberrabbiner in Wien. Worauf kommt es an, beim Rabbiner-Sein? Wie hat sich dieses Amt im Laufe der Zeit verändert? Welche Licht- und welche Schattenseiten prägen den Arbeitsalltag?

Brigitte Krautgartner hat mit mehreren, recht unterschiedlichen Persönlichkeiten gesprochen, die in „TAO – aus den Religionen der Welt“ Auskunft über ihr Amtsverständnis und ihren Arbeitsalltag geben, zeitgerecht zum jüdischen Lichterfest Chanukka.