Freitag, 17.12.2021, Dietmar Stipsits

Träume sind wie Rettungsringe

An rund 60 Stellen erzählt die Bibel von Träumen. Oft sind Träume dort zu deuten als ein Sprachrohr Gottes. In diesen biblischen Geschichten spricht Gott zu den Menschen und zeigt ihnen, was sie tun sollen, was gut für sie ist.

Träume haben viel mit unseren Gefühlen und Bedürfnissen zu tun und spiegeln unsere Sehnsüchte.

Dietmar Stipsits

ist katholischer Pfarrer im Seelsorgeraum Bad Tatzmannsdorf, Bernstein und Mariasdorf.

Ich glaube, Träume wollen mir u. a. dabei helfen, Probleme zu sehen, diese zu lösen und neue Chancen zu entdecken. Träume steigen aus meinem Innersten und können sogar meiner Gesundheit dienen. Träume sind für mich eine Hilfe, mit der Realität richtig oder gut umzugehen.

Am Beginn des Matthäusevangeliums (Mt 1,20) wird von Josef erzählt, dem Mann Mariens, der auch träumt, und der in diesem Traum die Zusage bekommt: „Du brauchst keine Angst zu haben, Josef. Nimm Maria zu dir. Alles wird gut.“

Und Josef folgt diesem Traum, er lässt seine Pläne von Gott durchkreuzen. Josef hört also auf seine innere Stimme und nimmt sein Leben aktiv in die Hand. Was kann mich retten? Vielleicht wenn ich achtsamer mit meinen Träumen umgehe.