Montag, 19.2.2024, Oliver Hartl

Soldat – für den Frieden, für uns Menschen

In schwierigen und herausfordernden Situationen kann es helfen, die Einstellung zu verändern: Kämpfe ich gegen jemanden oder etwas an, oder versuche ich umgekehrt, eine gute Lösung zu finden, die fördert und ermöglicht?

In den ersten Tagen nach ihrem Einrücken erläutere ich als Militärpfarrer mit den jungen Rekruten im sogenannten „Lebenskundlichen Unterricht“ Sinn, Auftrag und Ziel der militärischen Ausbildung als Soldat.

Sicherer des Friedens

Oliver Hartl
ist katholischer Militärpfarrer in Niederösterreich

Das Zweite Vatikanische Konzil hat festgehalten: „Wer als Soldat im Dienst des Vaterlandes steht, betrachte sich als Diener der Freiheit der Völker und als Garant und Sicherer des Friedens.“ Es ist die ureigenste Aufgabe als Soldat, als Soldatin und Sinn und Ziel aller militärischen Ausbildung, im Ernstfall für Stabilität, Sicherheit und die Wahrung demokratischer Strukturen zu sorgen sowie den Frieden in dieser Dimension mit allen Mitteln zu verteidigen.

Ich wünsche unseren Grundwehrdienerinnen und -dienern dann immer so oft wie möglich solche sinnerfüllten Erfahrungen in Ausbildung, Übung und Einsatz und sage zu ihnen: „Seid euch bewusst, wofür ihr als Soldaten steht. Nicht mit der Waffe in der Hand gegen etwas oder gegen jemanden gerichtet, sondern FÜR etwas: Nämlich FÜR alles, was das Leben in unserer Gesellschaft, in unserem Land, in einer positiven Art und Weise fördert oder überhaupt erst ermöglicht – FÜR den Frieden und FÜR uns Menschen.“