Mittwoch, 21.2.2024, Oliver Hartl

Assistenzeinsatz – Begleitung und Erfahrung

In Ausnahmesituationen, wie z.B. nach einer Naturkatastrophe, ist das Helfen und Einander-Beistehen für viele Menschen selbstverständlich, nicht nur für Bundesheer und Blaulichtorganisationen. Was davon in Erinnerung bleibt, ist häufig das Menschliche – Gemeinschaft, Dankbarkeit und Wertschätzung.

Einsätze sind zwar das Ziel, woraufhin alle Soldatinnen und Soldaten ausgebildet werden, jedoch sind Einsatzsituationen immer besondere Herausforderungen. Wir brauchen gar nicht vom militärischen Ernstfall reden, auch sogenannte Assistenzeinsätze können unseren Soldatinnen und Soldaten einiges abverlangen.

Wie kann Gott das zulassen?

Oliver Hartl
ist katholischer Militärpfarrer in Niederösterreich

Das war bei den COVID-Unterstützungsleistungen so, das ist im sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz an der Grenze so, und ganz besonders natürlich nach Naturkatastrophen, vor allem, wenn dadurch an einem Ort viele Menschen zu Schaden gekommen sind. Jedoch erlebt man als Militärpfarrer bei der Betreuung und Begleitung von Soldaten, wenn sie in derartigen Situationen eingesetzt sind, selten eine größere Motivation in ihrem Auftrag.

Natürlich wird einem da von den Kameraden aber auch oft die Frage gestellt: „Wie kann Gott das zulassen?“ oder „Gibt es überhaupt einen Gott?“ Wenn dann meine Antwort ist: „IHR seid für die Betroffenen das Zeichen, dass Gott auch in schlimmen Situationen an der Seite der Menschen ist!“, dann sind Dankbarkeit und Wertschätzung vonseiten der Bevölkerung sowie die Kameradschaft und Gemeinschaft untereinander das Erfüllendste, was Soldatinnen und Soldaten aus derartigen Einsätzen trotz aller Herausforderungen mitnehmen.