Sonntag, 18.2.2024, Oliver Hartl

Aschenkreuz im Dienst – Mitgehen

Vor einer Woche noch haben die Faschingsnarren ihr Unwesen landauf, landab getrieben. Jetzt sind wir in der Fastenzeit. Weniger ist mehr, so lautet jetzt die Devise. Hier knüpft auch der niederösterreichische katholische Militärpfarrer Oliver Hartl in seinen Morgengedanken an.

Mit dem vergangenen Aschermittwoch hat die Fastenzeit, die österliche Bußzeit, begonnen. Der Aschermittwoch ist ein Tag, an dem zahlreiche Soldatinnen und Soldaten im militärischen Dienstbetrieb bei Gottesdienstfeiern in den Kasernen, Soldatenkirchen oder auch „im Felde“ das Aschenkreuz empfangen.

Eine große Katechese

Oliver Hartl
ist katholischer Militärpfarrer in Niederösterreich

Freie Religionsausübung ist ein Grundsatz im Österreichischen Bundesheer. Gerade zu geprägten Zeiten wie im Advent, an den Totengedenktagen rund um Allerheiligen oder eben am Aschermittwoch werden die Gottesdienste der Militärseelsorge gerne angenommen. Ein Stück weit Traditionspflege, ein Stück weit aber doch Bedürfnis, dem Glauben Ausdruck zu geben.

Mit dem 1. Fastensonntag beginnt die Liturgie der Kirche so etwas wie eine große Katechese, wo die wichtigsten, die wesentlichsten Dinge unseres Glaubens vorgestellt werden, als Weg hin auf Ostern. In diesem Bogen, sozusagen vom Staub zum Licht, zwischen Aschermittwoch über Ostern bis Pfingsten, liegt eine Geschichte. Und diese sollen wir in den kommenden Wochen nicht nur hören, sondern mit dieser Geschichte sollen wir mitgehen – so, als wäre sie unsere eigene, die heute zu dieser Zeit geschieht.