„Gedanken für den Tag“

Samstag, 16.11.2019, Arnold Mettnitzer

Kindertage

Auf die Frage seiner Freunde, wer im Himmelreich der Größte ist, stellt der Wandersmann aus Nazareth ein Kind in ihre Mitte und sagt ihnen: „Wenn ihr nicht Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen.“ (Mt 18,2) 

Freitag, 15.11.2019, Arnold Mettnitzer

Freude am Miteinander

Am 30. September 2019 hat in Wien der ehemalige Döblinger Bezirksvorsteher Adi Tiller seinen 80. Geburtstag gefeiert. Lange hat er nicht ans Aufhören denken wollen. Doch vor einem Jahr hat er sich dann doch entschlossen, nach 40 Jahren als Bezirkskaiser zurückzutreten. 

Donnerstag, 14.11.2019, Arnold Mettnitzer

Jungbrunnen Begeisterung

Eine der „frohen Botschaften“ der Gehirnforschung lautet, dass das menschliche Gehirn bis ins hohe Alter plastisch bleibt, es also formbar ist, dazulernen und Erfahrungen sammeln kann. 

Mittwoch, 13.11.2019, Arnold Mettnitzer

„Als wärs der Kardinal...“

Im Jahre 2002 probiere ich mit meinem Freund Markus, einem begnadeten Stimmenimitator, eine Überraschungsnummer für den 70. Geburtstag seines Vaters. 

Dienstag, 12.11.2019, Arnold Mettnitzer

Im Abendrot

Im Juli 1994 besuche ich meinen Lehrer Erwin Ringel in Bad Kleinkirchheim und überbringe ihm die Parte meines wenige Tage zuvor verstorbenen Vaters. 

Montag, 11.11.2019, Arnold Mettnitzer

Schönheit im Alter

„Das Alter macht alt, sonst gar nichts“, sagt der norwegische Erzähler Knut Hamsun (1859 - 1952). 

Samstag, 9.11.2019, Martin Jäggle

Imre Kertész zum 90. Geburtstag

„Seit Auschwitz ist nichts geschehen, was Auschwitz aufgehoben, was Auschwitz widerlegt hätte. Der Holocaust konnte in meinem Werk niemals in der Vergangenheitsform erscheinen“, bemerkt der ungarische Literaturnobelpreisträger Imre Kertész in seiner Rede bei der Preisverleihung im Jahre 2002. 

Freitag, 8.11.2019, Martin Jäggle

Um Erinnern ringen

Das Besondere von Spuren ist, dass sie auf etwas verweisen, das nicht mehr ist. Spuren von Menschen gibt es nur dort, wo jemand da war und nicht mehr da ist. So sind Spuren die Anwesenheit der Abwesenheit. 

Donnerstag, 7.11.2019, Martin Jäggle

Als nichts zu sehen war...

Ich bin in Wien im Schatten des Stephansdom und im Lichte der Synagoge aufgewachsen. Der Stephansdom war meine Pfarrkirche und vom Küchenfenster der elterlichen Wohnung hatten wir einen Blick auf den Stadttempel. 

Mittwoch, 6.11.2019, Martin Jäggle

Erinnern ist ein Recht

Zu Beginn des Shoah-Gedenkens stand viel Betroffenheit über die große Zahl. Wenn jemand von der Shoah sprach, von den sechs Millionen Toten, hieß es: „Wie fürchterlich!“ und „Nie wieder!“ All die pathetischen Formeln und politischen Floskeln blieben letztlich Geräuschkulissen, denn ermordet wurden nicht Zahlen, sondern Menschen. 

Dienstag, 5.11.2019, Martin Jäggle

Die Pflicht des Erinnerns

Diese Woche steht im Zeichen des Erinnerns: Vor 30 Jahren der Fall der Berliner Mauer, vor 81 Jahren die November-Pogrome. 

Montag, 4.11.2019, Martin Jäggle

Nachdenkliche Erinnerung

Als ich vor 30 Jahren in den Fernsehnachrichten vom Fall der Berliner Mauer erfuhr, habe ich damals vor Freude geweint, fassungslos geweint. So überwältigt hat mich das, was ich da sah. Diese Nacht war eine Freudennacht – nicht nur für die Menschen in Berlin – auch für mich in Wien und für viele in anderen Ländern. 

Samstag, 2.11.2019, Christine Hubka

Seltsame Heilige

Manche Leute wollen mir zeigen, dass sie sich mit uns Evangelischen auskennen. Auch wenn sie selbst nicht evangelisch sind. Die zählen mir dann eine lange Liste auf, was wir alles nicht glauben und nicht haben. Angeblich haben wir ja auch keine Heiligen, wird dann gerne erklärt, vor allem rund um das Allerheiligenfest, das in der katholischen Kirche gestern begangen wurde. 

Donnerstag, 31.10.2019, Christine Hubka

Warum sich die Hölle grämt

Heute, am 31. Oktober kann man aus drei Angeboten wählen, was man feiern möchte: den Weltspartag. Der ist aber ein wenig aus der Mode gekommen. Den Gedenktag der Reformation. Und neuerdings auch Halloween. 

Mittwoch, 30.10.2019, Christine Hubka

Sündige tapfer

Als ich in die Volksschule gegangen bin, hat es schon ab der ersten Klasse Ziffernnoten von Eins bis Fünf gegeben. Ich konnte damit nicht wirklich etwas anfangen. Viel bedeutsamer waren für mich die goldenen und silbernen Sternchen, die die Lehrerin unter gelungene Arbeiten geklebt hat: 

Dienstag, 29.10.2019, Christine Hubka

Die Bibel ist ein merkwürdiges Buch

Es gibt so neckische Interviews, wo Leute gefragt werden, welches Buch sie auf die einsame Insel mitnehmen würden. Nur ein einziges ist erlaubt. Für mich ist die Antwort klar. Es ist die Bibel. 

Montag, 28.10.2019, Christine Hubka

Warum sich der Teufel schämt

„Sünd und Hölle mag sich grämen, Tod und Teufel mag sich schämen...“, heißt es in einem alten evangelischen Lied. Also gleich vorweggesagt: Ich glaube nicht an den Teufel als eine Art Gegenspieler von Gott, der sich mit ihm immer wieder kriegerische Auseinandersetzungen liefert. Mit ungewissem Ausgang. 

Freitag, 25.10.2019, Michael Schottenberg

Über das Fremde

Fremd sein ist keineswegs die Ausnahme, es ist der Normalfall. Jeder ist irgendwann, irgendwo fremd. Touristen sind willkommen, man verdient an ihnen. Menschen vom Boot will man rasch wieder loswerden. Am besten, man baut Zäune. Wo? Weit weg. Wer zahlt’s? Die anderen. Wie hoch? Bis weit über den Verstand. Selbst intelligente Menschen verfangen sich da gerne im Maschendraht ihrer Vorurteile. 

Donnerstag, 24.10.2019, Michael Schottenberg

Über das Reisen

Am liebsten reise ich im Rhythmus der Einheimischen. Mit dem Zug, dem Bus, dem Motorrad, dem Schiff, oder einfach durch die Luft. Reisen ist Leben. Geschichten über Menschen zu erfahren (im wahrsten Sinne des Wortes), bedeutet mir Glück. 

Mittwoch, 23.10.2019, Michael Schottenberg

Über das Schreiben

Natürlich schreibe ich schon mein Leben lang. Geschickt verbarg ich mich bei meinen Überschreibungen hinter Nestroy, Ibsen oder Shakespeare, ohne dass ich je enttarnt wurde - weder von Kritikern, noch von meinem Publikum.