„Gedanken für den Tag“

Donnerstag, 16.8.2018, Martina Pippal

Krönung Marias

Einfühlsam hat ein Bildhauer um 1225 die Vor- und Nachgeschichte der Aufnahme Mariä in den Himmel am Südportal des Straßburger Münsters dargestellt: 

Dienstag, 14.8.2018, Martina Pippal

Glaubenswahrheit

Morgen feiert die katholische Kirche die leibliche Aufnahme Mariä in den Himmel. Die Aufnahme nicht nur der Seele, sondern auch des Leibes (des Körpers) der Mutter Jesu hat Papst Pius XII. 1950 als Dogma verkündet und damit eine seit Jahrhunderten akzeptierte Tradition als Glaubenswahrheit bestätigt. 

Montag, 13.8.2018, Martina Pippal

Mariendarstellungen und Himmelfahrten

Nachrichten, Dokumentationen, Doku-Soaps, social media, Werbung; echtes wie manipuliertes Material drischt heutzutage förmlich auf uns ein. 

Samstag, 11.8.2018, Alexander Tschernek

Das Unendliche als Ärgernis

Heute möchte ich nochmal Paul Claudel selbst in einem Satz zu Wort kommen lassen, den ich als einen Gedankenstachel, so einen Nachdenkstachel empfinde: 

Freitag, 10.8.2018, Alexander Tschernek

Weihrauch der Worte

Gedanken für den Tag. Heute habe ich keine eigenen. Aber ich möchte Ihnen gerne ein Fundstück vorlesen, das ich bei meiner Recherche entdeckt habe – und das in feinen Erläuterungen „Werbung“ für ein Wiederlesen Claudels macht. 

Donnerstag, 9.8.2018, Alexander Tschernek

Stilles Schweigen

Ja, dieses ewige Redenmüssen. Schon schwer, immer die richtigen Worte zu finden. Schon schön so ein Schweigen, so eine Stille, tief unten im Meer. Ab und zu mal ein Blubb, ein Bläschen leerer Luft, mehr nicht. Und wenn nicht der Fisch im Wasser, die glückliche Kuh auf der Weide gibt es auch im verlockenden Regal der Fluchtvorstellungen ins Tierreich. 

Mittwoch, 8.8.2018, Alexander Tschernek

Freiheit

Zum 150. Geburtstag von Paul Claudel: „Es ist nicht der Wind, der weht – es ist dieses Wehen in mir selbst“, sagt Louis Laine im Drama „Der Tausch“ von Paul Claudel. Dieser Satz ist mir von meiner ersten Hauptrolle am Theater am stärksten in Erinnerung geblieben. 

Dienstag, 7.8.2018, Alexander Tschernek

Poetische Kraft

Ich muss Ihnen ein Geständnis machen: Ich darf hier für Ö1 die „Gedanken für den Tag“ zu Ehren des Schriftstellers Paul Claudel gestalten. Tatsächlich aber bin ich weit davon entfernt, gültige Aussagen über seine Person und sein Werk zu treffen. Ich kenne lediglich sein Stück „Der Tausch“, in dem ich meine erste Theaterhauptrolle spielen durfte. 

Montag, 6.8.2018, Alexander Tschernek

Über den Atem des Inneren

Zum 150. Geburtstag von Paul Claudel 

Samstag, 4.8.2018, Brigitte Schwens-Harrant

„Nicht feige ist meine Seele"

Teils romantisch, teils balladenartig, vor allem aber immer musikalisch sind die Gedichte Emily Brontës, die man am besten im Original, auf Englisch lesen sollte. Da entfalten sie die Melodie und auch die vielen Anklänge. An die Bibel. An Augustinus. An literarische Vorgänger. 

Freitag, 3.8.2018, Brigitte Schwens-Harrant

In ungeheurer Unordnung

Emily Brontë wird am 30. Juli 1818 in eine patriarchale Gesellschaft geboren. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts beginnt sich die englische Gesellschaft nach und nach umzubauen in Richtung Gleichberechtigung der Frau, auch in juristischer Hinsicht. 

Donnerstag, 2.8.2018

Keine Sicherheit

Dass Emily Brontë, die bereits mit 30 Jahren starb, heute fix in den Kanon der englischen Literatur gehört, verdankt sie vor allem ihrem Roman „Sturmhöhe“. Er erschien 1847, ein Jahr vor ihrem so frühen Tod. Auf Deutsch liegt er in unterschiedlichen Fassungen vor, nicht alle Übersetzer trauten sich, die sprachliche Deftigkeit entsprechend zu übertragen. 

Mittwoch, 1.8.2018, Brigitte Schwens-Harrant

Die Freiheit des Denkens

Die englische Schriftstellerin Emily Brontë, die vor 200 Jahren am 30. Juli geboren wurde, wuchs als Tochter eines Priesters der Church of England auf. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war die Kirche in Bewegung: Methodisten und Evangelikale gewannen an Zulauf und stellten die traditionelle Amtskirche in Frage. 

Dienstag, 31.7.2018,

Wörter büffeln

Das Leben der Familie Brontë liest sich – in welcher Version auch immer erzählt – selbst wie ein großartiger, tragischer, kurzer Roman. Patrick Brontë, in Irland geboren, kann mit Hilfe eines Stipendiums in Cambridge studieren und wird zum Priester der Church of England geweiht. 

Montag, 30.7.2018, Brigitte Schwens-Harrant

Imagination, die treue Begleiterin

Erste Hälfte des 19. Jahrhunderts. Ein Pfarrhaus im englischen Yorkshire. Draußen toben ab und zu die Stürme. Drinnen, im Haus, sitzen vier Kinder im Alter zwischen 8 und 11 Jahren. Die Mutter ist tot, der Vater Patrick Brontë als Pfarrer der Church of England beschäftigt. 

Samstag, 28.7.2018, Michael Krassnitzer

Don Camillo zwischen Religion und Politik

Neben dem katholischen Priester Don Camillo und dem kommunistischen Bürgermeister Peppone gibt es in den Geschichten von Giovannino Guareschi eine dritte Hauptperson: Jesus. Mit ihm hält Don Camillo regelmäßig Zwiesprache. Ich habe noch diese sanfte und doch eindringliche Stimme in den Don-Camillo-Filmen im Kopf, die früher so häufig im Fernsehen gezeigt wurden. 

Freitag, 27.7.2018, Michael Krassnitzer

Der niederösterreichische Don Camillo

Keine Woche verging, wo der Priester nicht irgendeinen bösen Streich über sich ergehen lassen musste. Regelmäßig wurde ihm während des Gottesdienstes der elektrische Strom abgedreht. „Es ist den Leuten der Kampf gegen den Pfarrer in Fleisch und Blut übergegangen“, klagte dieser. 

Donnerstag, 26.7.2018, Michael Krassnitzer

Don Camillo in der Sowjetunion

Zu den witzigsten Episoden mit Don Camillo gehören jene, in denen er inkognito mit einer Delegation italienischer Kommunisten in die Sowjetunion reist. Der Priester gibt sich dort als Vorzeigekommunist, der durch eine überaus konsequente Auslegung der herrschenden Ideologie seine Mitreisenden zur Verzweiflung treibt. Das ist Satire vom Feinsten. 

Mittwoch, 25.7.2018 Michael Krassnitzer

Politische Gräben überwinden

Giovannino Guareschi war ein Mann, der für seine politische Überzeugung einstand. Der überzeugte Katholik war zeitlebens ein erbitterter Gegner des Kommunismus. Doch er scheute auch nicht davor zurück, das eigene politische Lager zu kritisieren. Wegen Angriffen auf führende christlichsoziale Politiker musste er 1954 für mehr als ein Jahr ins Gefängnis. 

Dienstag, 24.7.2018, Michael Krassnitzer

Freundschaftliche Verbundenheit

Don Camillo und Peppone: Der katholische Dorfpfarrer und der kommunistische Bürgermeister bekämpfen sich im wahrsten Sinn des Wortes bis aufs Blut. Sie spielen einander üble Streiche, wünschen sich gegenseitig die Sintflut, beziehungsweise die Weltrevolution an den Hals und gehen aufeinander mit bloßen Fäusten oder mit Eisenstangen los.