„Gedanken für den Tag“

Samstag, 19.1.2019, Franz Josef Weißenböck

Glaube als Überwindung der Religion

Manchmal findet man etwas, ohne es zu suchen. So bin ich auch zufällig darauf gestoßen, dass morgen der Welttag der Religionen ist. Naja, es gibt ja auch einen Jogginghosentag. Oder einen Welt-Knuddeltag. Warum nicht auch einen Welttag der Religionen! 

Freitag, 18.1.2019, Franz Josef Weißenböck

Absterben oder Wiederkehr der Religion?

Die Meinungen sind geteilt: Die einen sagen, die Religion sei im Absterben begriffen und werde aus unserer Welt verschwinden. Die anderen meinen, die Religion kehre in unseren Tagen, nach einer gewissen Schwächephase, triumphal zurück. Beide haben recht. Je nachdem, was man unter Religion versteht, stimmt die eine oder die andere These. 

Donnerstag, 17.1.2019, Franz Josef Weißenböck

Opfer - Urakt der Religion

Kaum jemand, der von Verkehrsopfern, Kriegsopfern oder den Opfern von Katastrophen spricht, denkt dabei an Religion. Aber das Opfer ist wahrscheinlich die älteste Form der religiösen Handlung, ein Urakt der Religion. 

Mittwoch, 16.1.2019, Franz Josef Weißenböck

Von der Gewalt bis zur Hölle

Im Glutkern der Religion finden sich nicht nur Leben und Sinn, sondern auch Tod und Vernichtung. 

Dienstag, 15.1.2019, Franz Josef Weißenböck

Das Janusgesicht des „Heiligen“

Die meisten Religionen haben einen Mittelpunkt, den man „das Heilige“ nennen kann. Dieses Heilige hat ein doppeltes Gesicht, wie die meisten Religionen. Es ist anziehend, heilbringend, Leben spendend, ein „Segen“ – es kann aber auch furchtbar, erschreckend, todbringend, ein „Fluch“ sein. 

Montag, 14.1.2019, Franz Josef Weißenböck

Religionen: Deutung des Weltganzen

Was ist „Zeit“? fragt Augustinus in seinen „Bekenntnissen“. Und er stellt fest: „Wenn mich niemand danach fragt, weiß ich es; will ich es einem Fragenden erklären, weiß ich es nicht.“ Ganz ähnlich ist es mit „Religion“. Jede und jeder weiß, was damit gemeint ist. Aber wer könnte erklären, was Religion genau ist? 

Samstag, 12.1.2019, Gudrun Sailer

Schneeweißchen & Rosenrot - Oder: Sei kein Zwerg

Schneeweißchen und Rosenrot, das sind die Schwestern, die dem undankbaren Giftzwerg dreimal das Leben retten. 

Freitag, 11.1.2019, Gudrun Sailer

Hänsel und Gretel - Oder: tödlicher Hunger

Da ist eine bitterarme Familie. Der Hunger vernebelt den Eltern das Hirn, und die Mutter sagt: Die Kinder müssen weg, damit wenigstens wir leben können. Sie haben es erkannt: das ist „Hänsel und Gretel“. 

Donnerstag, 10.1.2019, Gudrun Sailer

Aschenbrödel - Oder: der passende Schuh

Da ist das Aschenbrödel. Mutter tot, Stiefmutter so, wie sie im Märchen sind, und passende Stiefschwestern. Aschenbrödel wird schwer gemobbt in diesem Frauenhaushalt. Sie kippen ihr Linsen in die Asche, die muss sie herausfingern, Drecksarbeit, komplett sinnlose. 

Mittwoch, 9.1.2019, Gudrun Sailer

Rumpelstilzchen - Oder: Stroh des Alltags

Das Ende dieses Märchens kennen alle: Rumpelstilzchen zerreißt sich selbst. Aus Wut, weil die Königin ihm seinen Namen nennen kann. 

Dienstag, 8.1.2019, Gudrun Sailer

Dornröschen - Oder: Schlaf und Staunen

Ein Un-Ort. Ein Berg aus mörderischen Hecken: Wer vor der Zeit durch will, spießt sich den Leib auf und stirbt. Dornröschen schläft da drin in ihrem Schloss 100 Jahre, genauso wie alle anderen Lebewesen, die am 15. Geburtstag der Prinzessin an Ort und Stelle waren: Stubenfliege, Küchenmagd, Königspaar. 

Montag, 7.1.2019, Gudrun Sailer

Rapunzel - Oder: Hör-Sucht und Sehn-Sucht

Kindern soll man ja so viel und so lang wie möglich vorlesen, heißt es. Ich tue das nicht aus mütterlichem Pflichtbewusstsein, wie man zum Zähneputzen anhält, sondern mit Euphorie, besonders an Winterabenden. 

Samstag, 5.1.2019, Hubert Gaisbauer

Europa war seine Welt

„Alles was ich sage, sei Gespräch. Nichts sei ein Ratschlag oder eine Lehre.“ Das schrieb Desiderius Erasmus, geboren um 1468 in Rotterdam als unehelicher Sohn eines Priesters, gestorben 1536 in Basel. 

Freitag, 4.1.2019, Hubert Gaisbauer

Erasmisch gesinnte Demokratie

Erasmus von Rotterdam. Albrecht Dürer und Hans Holbein der Jüngere haben ihn gemalt – diese Bilder sind geradezu die Ikonen des Humanismus; sie zählen zu den schönsten Porträts der Renaissance nördlich der Alpen. 

Donnerstag, 3.1.2019, Hubert Gaisbauer

„Mein Magen ist lutherisch“

Als Erasmus von Rotterdam einmal in der Fastenzeit ein Glas Burgunder, seinen Lieblingswein, getrunken hatte, wurde er von seinem Bischof zurecht gewiesen. Erasmus soll geantwortet haben: „Exzellenz, nur mein Herz ist katholisch, mein Magen ist lutherisch!“ 

Mittwoch, 2.1.2019, Hubert Gaisbauer

Warum Erasmus?

Jetzt sind die Tage der guten Vorsätze. Einer wäre zum Beispiel: das Jahr mit der Lektüre des Humanisten und Theologen Erasmus von Rotterdam zu beginnen. Mit seinem „Lob der Torheit“ war er vor 500 Jahren ein Bestsellerautor. 

Montag, 31.12.2018, Hubert Gaisbauer

Mit Erasmus in ein neues Jahr

Es wird uns weit ums Herz und frei um den Kopf, wenn wir uns in die Nähe des Erasmus begeben, des Desiderius Erasmus von Rotterdam. Er war der bedeutendste Humanist nördlich der Alpen und der erste „bewusste Europäer“. 

Samstag, 29.12.2018, Martin Schenk

Der Blues, sich zu behaupten

An der nördlichen Spitze von Madagaskar errichteten Freibeuter eine Siedlung, in der sie ihre Schätze teilten und als Gleiche verschiedentlich miteinander lebten. Das alles ein Jahrhundert vor der französischen Revolution. Die Siedlung nannte sich Libertatia. 

Freitag, 28.12.2018, Martin Schenk

Harry Potter trifft Leonard Cohen

Eine blitzförmige Narbe steht auf Harry Potters Stirn. Die Verletzung wurde ihm als Baby zugefügt, als Voldemort, der mächtige dunkle Lord, ihn zu töten versuchte. Diese Narbe schmerzt Harry noch immer, und sie erinnert ihn beständig an seine Mutter, die starb als sie sich schützend vor ihr Baby warf. 

Donnerstag, 27.12.2018, Martin Schenk

Das Parlament der Unsichtbaren

Der Eintritt ein Gedicht. Der Zugang ein Lied. Der Türöffner eine Kurzgeschichte. Heute wird zum Treff in die Diakonie-Notstelle s`Häferl geladen, dem Wirtshaus für Leute, die es eng haben und am Limit leben.