„Gedanken für den Tag“

Donnerstag, 2.4.2020, Gunter Prüller-Jagenteufel

Willst du Gott, so halte dich an die Welt

Vor 75 Jahren ist Dietrich Bonhoeffer von den Schergen Hitlers ermordet worden. Nicht weil er Pfarrer und Christ, sondern weil er aktiv im Widerstand war. War er nun ein Märtyrer des Glaubens, oder doch „nur politisch“? 

Mittwoch, 1.4.2020, Gunter Prüller-Jagenteufel

Die Hinterwelten religiöser Weltflucht

Dietrich Bonhoeffer, Pfarrer und Widerstandskämpfer gegen das nationalsozialistische Terrorregime, ist knapp vor Kriegsende im KZ Flossenbürg ermordet worden. Sein Tod vor 75 Jahren ist die letzte Konsequenz eines Lebens, das er als Nachfolge Christi verstand. Eine Nachfolge, die ihn nicht aus der Welt hinaus geführt hat, sondern in die Welt hinein. 

Dienstag, 31.3.2020, Gunter Prüller-Jagenteufel

Dem Rad in die Speichen fallen

Der evangelische Pfarrer Dietrich Bonhoeffer schreibt zu seinem Entschluss, im Juni 1939 aus den USA nach Deutschland zurückzukehren: 

Montag, 30.3.2020, Gunter Prüller-Jagenteufel

Verantwortung in einer aus den Fugen geratenen Welt

Am 9. April 1945, vor 75 Jahren, ist der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer im KZ Flossenbürg gehängt worden. Hitler selbst hat veranlasst, dass ihn keiner, der am Attentat des 20. Juli 1944 beteiligt war, überlebte. 

Samstag, 28.3.2020, Verena Mermer

Elfter März

Die Proteste in Kairo waren das vorherrschende Gesprächsthema auf Zusammenkünften von Expats aus der ganzen Welt und Oppositionellen aus Baku. 

Freitag, 27.3.2020, Verena Mermer

Feinstrumpfhosen

„(…) Ein Schleier ist ganz nützlich. Er schützt vor Sonne, Staub und fremden Blicken“. Nino errötete. „Du wirst immer ein Asiate bleiben, Ali, was stören dich fremde Blicke? Eine Frau will gefallen.“ 

Donnerstag, 26.3.2020, Verena Mermer

Tilgungen

„häuser und träume werden dort schneller abgetragen als kleidung. keine sandfarbenen bauten, keine fliesen, keine boutiquen. graue oder andersfarbig gestrichene häuser; aufgerissenes graues pflaster, aus dem hie und da gräser sprießen; eckläden und zitronenverkäuferinnen.“ – So habe ich in meinem Roman „die stimme über den dächern“ das Jugendstilviertel Bakus beschrieben. 

Mittwoch, 25.3.2020, Verena Mermer

Versöhnung

Akram Aylisli lässt in seinem Roman „Steinträume. Ein Requiem“ den berühmten Tragödiendarsteller Sadai Sadygly bei einer Beschneidungsfeier sprechen: „Ist euer Prophet etwa klüger als Gott(?)“ 

Dienstag, 24.3.2020, Verena Mermer

Erinnerungen an Aserbeidschan

Seit 2011 war ich nicht mehr in Baku; meine Erinnerungen speisen sich aus handschriftlichen Aufzeichnungen, einem elektronischen Praktikumsbericht, einem Ordner mit Fotos und kleinen Abschiedsgeschenken: handgemachten Armbändern, einer Kaffeetasse, einem blauen Glasauge, das laut Aberglauben vor dem bösen Blick schützen soll. 

Montag, 23.3.2020, Verena Mermer

Häuser und Träume

Knapp 10 Jahre ist es her, dass mich das Ansuchen um eine Praktikumsstelle im Fach Deutsch als Fremdsprache nach Aserbaidschan verschlagen hat – ein Land, das viele auf der Weltkarte erst suchen müssen, und von dem auch ich keine konkrete Vorstellung hatte. 

Samstag, 21.3.2020, Harald Klauhs

Hölderlin und die Dichtung

„Ach! der Menge gefällt, was auf dem Marktplatz taugt, / Und es ehret der Knecht nur den Gewaltsamen, / An das Göttliche glauben / Die allein, die es selber sind“. 

Freitag, 20.3.2020, Harald Klauhs

Hölderlin und die Liebe

Zum 250. Geburtstag von Friedrich Hölderlin: „Was ist alles, was in Jahrtausenden die Menschen taten und dachten, gegen einen Augenblick der Liebe?“ Dieser Ausruf Hölderlins klingt fast ein wenig nach dem berühmten Hohelied der Liebe. 

Donnerstag, 19.3.2020, Harald Klauhs

Hölderlin und die Religion

„Eines zu sein mit Allem, das ist das Leben der Gottheit, das ist der Himmel des Menschen.“ Diese tief empfundene, religiöse Sehnsucht ist Triebfeder des Lebens von Hölderlin und bestimmt sein Werk. 

Mittwoch, 18.3.2020, Harald Klauhs

Hölderlin und die Politik

Zum 250. Geburtstag von Friedrich Hölderlin: „Beim Himmel! Der weiß nicht, was er sündigt, der den Staat zur Sittenschule machen will. Immerhin hat das den Staat zur Hölle gemacht, dass ihn der Mensch zu seinem Himmel machen wollte.“ 

Dienstag, 17.3.2020, Harald Klauhs

Hölderlin und die Natur

„Und das himmlische Licht rann lauter vom offenen Himmel, durch alle Zweige lächelte die heilige Sonne, die gütige, die ich niemals nenne, ohne Freud und Dank, die oft in tiefem Leide mit einem Blick mich geheilt, und von dem Unmut und den Sorgen meine Seele gereinigt.“ 

Montag, 16.3.2020, Harald Klauhs

Was bleibt aber, stiften die Dichter

Zum 250. Geburtstag von Friedrich Hölderlin: Was für ein Leben! Nach bürgerlichen Wertmaßstäben war das Leben dieses Johann Christian Friedrich Hölderlin ein einziges Scheitern: Zwei Jahre nach seiner Geburt am 20. März 1770 stirbt sein Vater, sieben Jahre danach sein Stiefvater. 

Samstag, 14.3.2020, Julian Roman Pölsler

Was am Ende wartet

Marlen Haushofer beginnt den letzten Absatz ihres Romans „Die Wand“ damit, dass die Protagonistin ihren Bericht, den sie den ganzen Winter über geschrieben hat, an den dämmrigen Nachmittagen, vor denen sie so viel Angst hatte, mit den Worten: 

Freitag, 13.3.2020, Julian Roman Pölsler

Ich im Wir

Zum 50. Todestag: Marlen Haushofer gibt in ihrem Roman „Die Wand“ der Verschmelzung vom Ich im Wir große Bedeutung. 

Donnerstag, 12.3.2020, Julian Roman Pölsler

Ungefragt ins Leben geworfen...

Über die Liebe schreibt Marlen Haushofer in ihrem Roman „Die Wand“ Folgendes: 

Mittwoch, 11.3.2020, Julian Roman Pölsler

Einziger Freund

Zum 50. Todestag von Marlen Haushofer: Marlen Haushofer beschreibt den Hund, der für die Frau in der „Wand“ bald mehr ist als ihr Hund, nämlich ihr einziger Freund in einer Welt der Mühen und der Einsamkeit.