„Gedanken für den Tag“

Montag, 11.5.2020, Michael Chalupka

Der Ritt auf der Kanonenkugel

Heute feiert Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen seinen 300. Geburtstag. Bekannt ist er als Lügenbaron, sozusagen als Ahnvater von Fake News. 

Samstag, 9.5.2020, Monika Sommer

Leben nach dem Krieg - Der brennende Stephansdom

75 Jahre Ende des Zweiten Weltkrieges. Heute möchte ich ein Foto in Erinnerung rufen, das sicherlich viele von Ihnen kennen, denn es war über viele Jahrzehnte hinweg in jedem Schulbuch abgebildet, um das Kriegsende in Österreich zu illustrieren: ein Schwarz-Weiß-Foto des brennenden Stephansdoms aus den Apriltagen des Jahres 1945. 

Freitag, 8.5.2020, Monika Sommer

Leben nach dem Krieg - Leopold Figl

75 Jahre Ende des Zweiten Weltkrieges. In dieser Woche – der Woche zwischen dem 75. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung Österreichs vom 27. April und dem 8. Mai 1945, dem Tag der Kapitulation, widmen wir die ‚Gedanken für den Tag’ wichtigen Persönlichkeiten des Kriegsendes. 

Donnerstag, 7.5.2020, Monika Sommer

Leben nach dem Krieg - Franz König

75 Jahre Ende des Zweiten Weltkrieges. Franz König hat Bürgerkrieg, Gewaltherrschaft und zwei Weltkriege erlebt und gilt als „Jahrhundert-Kardinal“. 

Samstag, 6.6.2020, Cornelius Hell

„him hanfang war das Wort“

Zum 20. Todestag von Ernst Jandl: Immer wieder lese ich Gedichte von Ernst Jandl. Manche freilich muss ich hören – am besten, wenn der Autor selbst sie liest. Am nächsten bin ich Jandls Gedichten allerdings gekommen, als ich sie abschreiben musste. 

Mittwoch, 6.5.2020, Monika Sommer

Leben nach dem Krieg - Simon Wiesenthal

75 Jahre Ende des Zweiten Weltkrieges. Am 5. Mai 1945 befreiten amerikanische Truppen das Konzentrationslager Mauthausen und beendeten das Martyrium der Insassinnen und Insassen. Unter ihnen ist der in Galizien geborene Simon Wiesenthal. 

Dienstag, 5.5.2020, Monika Sommer

Leben nach dem Krieg - Paula von Preradović

75 Jahre Ende des Zweiten Weltkrieges. Die österreichische Lyrikerin und Schriftstellerin Paula von Preradović hat das Kriegsende in Wien erlebt. 

Montag, 4.5.2020, Monika Sommer

Leben nach dem Krieg - Ceija Stojka

75 Jahre Ende des Zweiten Weltkrieges. Diese Woche liegt zwischen zwei sehr entscheidenden Jahrestagen in der Geschichte der Zweiten Republik, nämlich dem 27. April mit der Unabhängigkeitserklärung Österreichs und dem 8. Mai 1945 mit der Kapitulation des Deutschen Reiches. 

Samstag, 2.5.2020, Rainer Bucher

„Wahres Leben“

Die utopische kommunistische Idee des Systemwechsels ist ebenso gescheitert wie der katholische Versuch, geschlossene gegenkulturelle Räume aufzubauen. Das populistische Projekt nationalistischer Retro-Utopien aber kann nur in den Abgrund einer Eskalationsspirale nach unten führen. Es gibt kein „wahres Leben“, weder im „Falschen“ und schon gar nicht in einem imaginären „Richtigen“. 

Donnerstag, 30.4.2020, Rainer Bucher

Fantasielosigkeit des Kapitalismus

Was hat das Christentum der kapitalistischen „gewinnorientierten Verwaltung der Welt“ entgegenzusetzen? Vor allem eines: die Kritik von deren Gnaden- und Fantasielosigkeit! 

Mittwoch, 29.4.2020, Rainer Bucher

Versprechen des Kapitalismus

Klassisch kapitalistische Prinzipien wie Wettbewerb, Verdinglichung, Quantifizierung, Monetarisierung, Optimierung: All dies schreibt sich tief in Schichten der Person ein, Schichten, die man so gerne davor geschützt gesehen hätte, die es aber nicht sind, weil es kein unkorrumpierbares Selbst ganz tief im eigenen Inneren gibt. 

Dienstag, 28.4.2020, Rainer Bucher

Gewinnorientierte Verwaltung der Welt

Wenn nicht mehr die Kirchen Gesellschaft und Lebensführung beherrschen, wer dann? 

Montag, 27.4.2020, Rainer Bucher

Christentum und Kapitalismus

Über lange Jahrhunderte hatten die christlichen Kirchen in Europa das Sagen, religiös und überhaupt. Sie waren an der Macht und das gern und intensiv und sie nutzten diese Macht auch gern und intensiv, von der Politik bis zur Regulierung des Intimsten. 

Samstag, 25.4.2020, Wolfgang Müller-Funk

Begegnungen

Goethes „West-östlicher Divan“ ist ein Werk der Begegnung: mit dem persischen Dichter Hafis und mit dem österreichischen Gelehrten Josef von Hammer-Purgstall. Aber es gibt noch eine dritte Person, die in seiner orientalischen Gedichtsammlung überaus präsent ist. Und das ist eine Frau. 

Freitag, 24.4.2020, Wolfgang Müller-Funk

Gespräch der Dichter

Goethes „West-östlicher Divan“ ist ein dialogisches Werk, in dem der deutsche Dichter ins Gespräch mit dem berühmten persischen Dichter Hafis eintritt. Für dieses Gespräch ist indes ein Vermittler vonnöten, ein Übersetzer, der die Gedichtsammlung Hafis‘ ins Deutsche übertragen hat. 

Donnerstag, 23.4.2020, Wolfgang Müller-Funk

Gaselen

Goethes poetisches Vorbild, Hafis, der berühmte persische Dichter und Verfasser des „Divans“ war schon zu Lebzeiten ein berühmter und wohl auch begüterter Mann, gerne gesehen bei den Herrschern des Reiches, vor allem wohl wegen seiner Rezitationskunst und seiner musikalischen Meisterschaft. 

Mittwoch, 22.4.2020, Wolfgang Müller-Funk

Literarische „Reise“ in den Orient

Der Zeitpunkt von Goethes literarischer „Reise“ in den Orient fällt in die Jahre zwischen 1814 und 1818/19. Es ist eine Zeit der Krise und des Übergangs. Das lyrische Ich wendet sich vom krisengeschüttelten Europa ab, dessen Geschichte 1789 mit der Französischen Revolution beginnt und mit Napoleons militärischem Untergang endet. 

Dienstag, 21.4.2020, Wolfgang Müller-Funk

Bilder von anderen Kulturen

Bilder von anderen Kulturen sind überaus widersprüchlich. Sie sind starr und fixiert, sie sind aber zugleich überaus fragil. Auch das Bild der östlichen Nachbarn Europas hat sich im Verlauf der Jahrhunderte verändert. In Goethes Bild Persiens, Arabiens und des Islam dominiert indes eine Offenheit, in die der Geist der Aufklärung von der nachfolgenden Romantik durchdrungen ist. 

Montag, 20.4.2020, Wolfgang Müller-Funk

West begegnet Ost, Goethe und Hafis

So unbefangen über „den Orient“ zu schreiben wie Goethe vor 200 Jahren, fällt uns heute einigermaßen schwer. Für die Schwierigkeit, „Orient“ zu sagen, steht nicht zuletzt das bis heute einflussreiche, 1978 erstmals erschienene Buch „Orientalism“ des aus Palästina stammenden Literaturwissenschaftlers Edward Said. 

Samstag, 18.4.2020, Claudia Prutscher

„Was unterscheidet diese Nacht...“

Das Pessachfest, das am Donnerstagabend zu Ende gegangen ist, fordert uns jedes Jahr aufs Neue heraus – wir müssen uns der Frage des Jüngsten stellen, die da lautet: