„Gedanken für den Tag“

Mittwoch, 28.3.2018, Gerhard Langer

Ostern und Pessach

Wenn Christinnen und Christen das Osterfest feiern, so spüren sie eine Woche lang der Passion, dem Leiden und Sterben, und danach der Auferstehung Jesu nach. 

Dienstag, 27.3.2018, Gerhard Langer

Speisen und ihre Bedeutung

Feste und Feiern haben zuallermeist auch etwas mit Essen und Trinken zu tun. Das gilt auch für religiöse Feste. Essen ist mit Symbolik versehen. 

Montag, 26.3.2018, Gerhard Langer

Von Freiheit, Tod und Auferstehung

In dieser Woche erinnern sich Christinnen und Christen an den Leidensweg und Tod Jesu am Kreuz und feiern das Fest der Auferstehung. Von den ersten Zeugen an wurden diese Ereignisse in Zusammenhang mit dem jüdischen Pessachfest gebracht und Jesus selbst als das Pessach- oder Paschalamm, dessen Blut erlöst, betrachtet. 

Samstag, 24.3.2018, Johanna Schwanberg

Diego und Frida

„Diego, nichts ist mit deinen Händen zu vergleichen und nichts kommt dem Goldgrün deiner Augen gleich. Mein Körper füllt sich Tag um Tag mit dir. Du bist der Spiegel der Nacht, das flammende Licht des Blitzes, die Feuchtigkeit der Erde.“ 

Freitag, 23.3.2018, Johanna Schwanberg

Die Jüdische Braut

Was für ein unglaubliches Bild! Es besteht nahezu ausschließlich aus Braun- und Goldtönen, akzentuiert durch ein intensives Rot. Zu sehen ist ein elegant gekleidetes Paar in einem verschwommen dargestellten Raum. 

Donnerstag, 22.3.2018, Johanna Schwanberg

Kauerndes Menschenpaar

Bilder spiegeln die Vorstellung einer Gesellschaft, einer historischen Epoche von der Beziehung zwischen den Geschlechtern. In Zeiten der Singlegesellschaft und der zunehmenden Scheidungen fungieren historische Bilder aber auch als Projektionsfläche für unerfüllte und kindliche Sehnsüchte nach der Verschmelzung zweier Personen. 

Mittwoch, 21.3.2018, Johanna Schwanberg

Illusion von den versäumten Heiraten

Es ist ein Bild, das mich aus zwei Gründen fesselt. Zum einen, weil es mich daran erinnert, wie schwierig es Frauen jahrhundertelang hatten, wenn sie Liebe, Familie und Beruf verbinden wollten. Zum anderen, weil es eine ungeschönte Auseinandersetzung mit dem alternden weiblichen Körper ist. Ein Thema, das in der auf Schönheit und Jugend ausgerichteten Mediengesellschaft leider tabuisiert wird. 

Dienstag, 20.3.2018, Johanna Schwanberg

Über der Stadt

„In der Kunst wie im Leben ist alles möglich, wenn es auf Liebe gegründet ist.“ So Marc Chagall. Naiv oder kitschig ? Keineswegs. Kann nicht die positive Kraft einer liebenden Lebenshaltung tatsächlich manchmal Berge versetzen? 

Montag, 19.3.2018, Johanna Schwanberg

Bilder der Liebe

Ein inniger Kuss in häuslicher Umgebung. Intime Gespräche in idyllischer Natur. Verzweifelte Umarmungen vor einer Trennung: Die Liebe ist eines der ältesten und beliebtesten Themen der Kunst. 

Samstag, 17.3.2018, Rainer Bucher

Selbsterlösung

Hitler teilte, wie viele damals, die Sehnsucht nach Erlösung, nach einer Erlösung nicht durch einen Gott der Gnade und der Barmherzigkeit, sondern durch eigene Kraft und Anstrengung, durch Härte und Ordnung. Der Nationalsozialismus kannte daher keine Gnade. Denn sich selbst erlösen zu wollen ist und macht gnadenlos. Was bedeutet das für heute? 

Freitag, 16.3.2018, Rainer Bucher

„Anständig“ und „unverdorben“

In seinem erschütternden Buch „Täter“ berichtet Harald Welzer, wie man in den NS-Einsatzgruppen ausführlich darüber diskutierte, ob es angebracht sei, zuerst die Kinder und dann die Mütter zu erschießen oder umgekehrt. Man wolle ja schließlich, Zitat, „keine unnötigen Quälereien … verursachen.“ 

Donnerstag, 15.3.2018, Rainer Bucher

Kränkung als Hassauslöser

80 Jahre Anschluss: Hitler teilte, wie viele damals, die Hoffnung auf Linderung jener Kränkung, die er durch die deutsche Niederlage 1918 erlitten zu haben glaubte. 

Mittwoch, 14.3.2018, Rainer Bucher

Sehnsucht nach Gemeinschaft

Hitler bediente eine tiefe „Sehnsucht nach Gemeinschaft“. Hitlers Projekt arbeitet vor allem mit dem Versprechen nach Geborgenheit und Heimat für die kulturell Verunsicherten und materiell Gefährdeten. In der von allen Pluralitätsirritationen angeblich „gereinigten“ deutschen Volksgemeinschaft hatte der Nationalsozialismus seine zentrale Utopie. 

Dienstag, 13.3.2018, Rainer Bucher

„Erlösungspolitik“

Zur Ö1-Schwerpunktwoche „80 Jahre Anschluss“: Hitler betrieb, wie Ian Kershaw treffend schreibt, „Erlösungspolitik“. Deren Kern war ein Projekt der Reinigung, der „Säuberung“, der Befreiung - freilich nicht meiner selbst von meinen Sünden, sondern von den anderen und der Zumutung, die sie darstellen. 

Montag, 12.3.2018, Rainer Bucher

Adolf Hitler. Versuchungen und Lehren

Zur Ö1-Schwerpunktwoche „80 Jahre Anschluss“: Der Nationalsozialismus war etwas wirklich Neues: eine für viele faszinierende Mischung von technischer Modernisierung, nationalem Gemeinschafts- und sozialem Gleichheitsversprechen, zudem voller ästhetischer Faszinationsangebote und individueller Heroismusanmutungen und dazu noch von dynamischer Jugendlichkeit. 

Samstag, 10.3.2018, Cornelius Hell

„Wer Gott ist, wissen wir“

Zum 100. Todestag von Frank Wedekind: „Glauben Sie an Gott? Je nach Umständen.“ Diesen Dialog führt der Schüler Melchior am Ende von Frank Wedekinds „Frühlings Erwachen“ mit dem vermummten Herrn, einer Art Retter-Figur. 

Freitag, 9.3.2018, Cornelius Hell

Begräbnis eines Gauklers

Folgendes Gedicht stammt aus dem Tagebuch von Bertolt Brecht – er beschreibt damit das Begräbnis von Frank Wedekind, der heute vor 100 Jahren, am 9. März 1918, in München gestorben ist. 

Donnerstag, 8.3.2018, Cornelius Hell

Lulu

Frank Wedekinds Lulu ist eine der interessantesten und besonders vielschichtigen Frauenfiguren des Theaters, die bis heute für Kontroversen sorgt. Es ist so leicht, sie als selbstbestimmte Frau zu glorifizieren, nur weil sie beim Sex ebenso egoistisch ist wie die Männer und sich holt, was sie will. 

Mittwoch, 7.3.2018, Cornelius Hell

Das Menschlichste

„Es hat etwas Beschämendes, Mensch gewesen zu sein, ohne das Menschlichste kennengelernt zu haben.“ Diesen Satz sagt der Schüler Moritz in Frank Wedekinds Drama „Frühlings Erwachen“, bevor er sich das Leben nimmt. 

Dienstag, 6.3.2018, Cornelius Hell

„Oder er wird hingerichtet“

„Frühlings Erwachen“ ist das bekannteste Theaterstück von Frank Wedekind. Es geht darin um das Erwachen der Sexualität und des freien, eigenständigen Denkens.