Klavier und Ordensfrau im Dialog

Einem „Dialog zwischen einem Klavier und einer Ordensfrau“ kann man am Donnerstag im Wiener Kardinal-König-Haus zuhören: Die Pianistin Milly Groz und die Buchautorin und Salvatorianerin Melanie Wolfers gestalten einen „mutigen“ Abend.

Eines der Hauptthemen von Melanie Wolfers prägt auch diese Veranstaltung: „Es geht um die Kunst, mutig zu sein. Um die Angst, die einen zurückscheuen lässt und um Wege hin zu einem beherzten Leben“, so die Ordensfrau gegenüber religion.ORF.at.

Ordensfrau und Autorin Melanie Wolfers

www.picts.at/Manuela Holzer-Horny

Buchautorin und Ordensfrau Melanie Wolfers

Zwischenräume des Denkens

Sie will an diesem Improvisationsabend aus ihrem Buch „Trau dich, es ist dein Leben. Die Kunst, mutig zu sein“ schöpfen, Milly Groz „antwortet“ mit ihrem Instrument. „Mit der nicht-gegenständlichen Sprache der Musik ergänzt, kommentiert und fragt sie und schafft Zwischenräume des Nach- und vielleicht auch Vordenkens“, heißt es in der Ankündigung.

Milly Groz ist Pianistin im Bereich Jazz und frei improvisierte Musik. Sie ist außerdem Lehrbeauftragte für Improvisation an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und unterrichtet auch privat Klavier und Rhythmik. Nebenbei widmet sie sich unterschiedlichen Bandprojekten und interdisziplinären Kooperationen.

„Ganz Ohr“ für das Gegenüber

„Bei unserem Dialogabend kommen wesentliche Grundhaltungen für einen echten Dialog in besonderer Weise zum Tragen“, so Wolfers: „Jeder echte Dialog lebt davon, dass man ganz präsent ist und aufmerksam zuhört. Dass man sich also nicht schon die eigene Antworten zurecht legt, sondern ‚ganz Ohr ist‘ für das Gegenüber. Und sich dann im Antworten aufeinander bezieht und die eigenen Gedanken und Stimmungen offen zum Ausdruck bringt.“

Veranstaltungshinweis

Donnerstag, 2802.2019, 19.00-21.00 Uhr im Kardinal-König-Haus, Kardinal-König-Platz 3, 1130 Wien. Eintritt: zwölf Euro, Anmeldung erforderlich.

In dieser Haltung wollen die Ordensfrau und die Pianistin in ein Gespräch eintreten. Letztere will laut Wolfers „mit ihren musikalischen Einwürfen und Beiträgen Resonanzräume für das Gesagte schaffen. Mit der nicht gegenständlichen Sprache der Musik kommentiert sie und eröffnet Zwischenräume des Nach- und vielleicht auch Vordenkens.“

Die Veranstaltung ist eine Kooperation von Kardinal-König-Haus, der katholischen Kirchenzeitung „Der Sonntag“ und der Herder-Buchhandlung Wien. Sie ist als reiner Improvisationsabend konzipiert: Es sei für den Abend nichts geprobt, nichts Inhaltliches abgesprochen und auch nichts vorbereitet worden, so die Veranstalterinnen.

gril, religion.ORF.at

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