Kreuzwegbilder in der Bibelwelt Salzburg

In einer Sonderausstellung zeigt die Bibelwelt Salzburg unter dem Titel LEBENS.SCHREI eindringliche Kreuzwegbilder der Künstlerin David Maria Kiss (1930-2002).

Kaum eine andere Gewaltgeschichte wurde so oft künstlerisch verarbeitet wie der Tod Jesu, so die Presseankündigung zur Ausstellung. „Immer spiegeln sich darin der Schrecken der jeweiligen Zeit und die damit verbundenen Interpretationsversuche, wie es dazukommen konnte und leider auch heute noch kommt.“

Die Kreuzwegbilder Kreuzwegbilder der ungarischen Künstlerin Kiss stammen aus der Kunstsammlung Mandozzi/Schwarz. "Kiss stellt die sich immer wiederholenden Grausamkeiten in der Welt schonungslos dar.

David Maria Kiss, Der Kreuzweg - 3. Station: Jesus fällt zum ersten Mal unter dem Kreuz

Sammlung Mandozzi/Schwarz

David Maria Kiss, Der Kreuzweg - 3. Station: Jesus fällt zum ersten Mal unter dem Kreuz

Eigene Erfahrungen fließen ein

Ein besonderes Licht wirft sie dabei auf die Menschen im Umkreis der Gewalt. Sie sind geneigt, ‚sehenden Auges‘ wegzuschauen. ‚Sie erstarren gesichtslos: Warum so wenig Aufschrei dagegen?‘", fragt der Pressetext.

Diesen Fragen ging die 1956 aus Ungarn geflohene Künstlerin in ihren Kreuzwegbildern nach. 33 lange Jahre nach ihrer Flucht stellte sie sich ihren eigenen Erfahrungen der Diktatur und prägte diese bildlich in den letzten Weg Jesu ein.

Aus Maria wurde David

Weil der Internationalen Frauentag dem Eröffnungsdatum am Tag darauf folgt, heben die Veranstaltenden hervor, dass „Maria Kiss sich dem männlichen Vornamen David gab, um künstlerische Anerkennung zu gewinnen. Diese ‚traurige‘ Rechnung ging auf. Der ‚Mann‘ hinter ihren Bildern bekam den angemessenen Erfolg“.

Ausstellungshinweis

LEBENS.SCHREI: Kreuzwegbilder der Künstlerin David Maria Kiss ab Donnerstag in der Kirche St. Elisabeth, Plainstraße 42, 5020 Salzburg, 7. März - 19. April

Die Ausstellung wird am Donnerstag um 17.15 Uhr durch Elisabeth Gutjahr, Rektorin der Universität Mozarteum Salzburg, eröffnet. Sie kann bis 19. April von 8.00 bis 18.00 Uhr kostenlos in der St. Elisabethkirche besichtigt werden. In der Bibelwelt kann im Shop zu den regulären Öffnungszeiten von Donnerstag bis Montag von 10.00 (Sonntag und Feiertag ab 11.00) bis 18.00 Uhr ein Spezialkatalog über die Künstlerin erworben werden. Gruppen können Sonderführungen buchen.

LEBENS.SCHREI wird vom Bibelreferat des Seelsorgeamtes der Erzdiözese Salzburg und dem Förderkreis der Bibelwelt unterstützt.

religion.ORF.at

Link:

  • Theater: Wie Evangelische um ihr Leben würfelten
    Das Frankenburger Würfelspiel erinnert ab 26. Juli wieder an einen grausamen Abschnitt österreichischer Geschichte: Das Stück handelt davon, dass 1625 während des Dreißigjährigen Krieges 36 evangelische Christen paarweise um ihr Leben würfeln mussten.
  • Faszination Göttinnen: Matriarchat heute und morgen
    Dem Themenkreis Matriarchat und Erbe der Göttinnen in Vergangenheit und Gegenwart ist diesen Samstag ein Abend im Wiener Museum für angewandte Kunst (MAK) gewidmet.
  • Pilgern zu Rast- und spirituellen „Kraftorten“
    Im dichten europäischen Pilgernetzwerk spielt Österreich als beliebtes Pilgerland eine bedeutende Rolle: Hier gibt es mehr als 700 Pilgerwege. Auf vielen Wegen bieten Klöster und Ordenshäuser „als Kraftorte Rast, Gastfreundschaft und ein spirituelles Aufatmen an“.
  • Horizont erweitern: Kirchliche Sommertagungen
    Zahlreiche Sommertagungen verschiedenster kirchlicher Veranstalter ermöglichen in der Ferienzeit die Kombination von Erholung, Horizonterweiterung und gelebter Spiritualität.
  • Vollmondnächte: Lustwandeln in Klostergärten
    In den Vollmondnächten im Juli und August laden österreichische Klöster zu „Langen Nächten der Klostergärten“ ein. Im Rahmen zahlreicher Veranstaltungen kann man Klostergärten und Stiftsparks im Mondschein besuchen.
  • Jesuit am Marterpfahl: ÖNB zeigt „besonderes Objekt“
    Im Prunksaal der Nationalbibliothek ist unter dem Titel „Das besondere Objekt: Ein Jesuit am Marterpfahl“ eine historische Landkarte über die Jesuitenmission im 17. Jahrhundert auf dem Gebiet des heutigen Kanada ausgestellt.
  • Sommerakademie: „Gespaltene Gesellschaft“ im Fokus
    Prominente Theologen, Soziologen und Menschenrechtsexperten setzen sich bei der diesjährigen Ökumenischen Sommerakademie mit der „gespaltenen Gesellschaft“ auseinander. Die Tagung findet von 10. bis 12. Juli 2019 im Stift Kremsmünster (OÖ.) statt.
  • Internationale Barocktage in Stift Melk
    Unter dem Motto „Lyra et Gladio – König. Bürger. Bettelmann“ lädt der Tenor und künstlerische Leiter der Barocktage, Michael Schade, zu Pfingsten wieder zu den Internationalen Barocktagen Stift Melk.
  • „Bibel auf Wienerisch“ im Bibelzentrum
    Zu einem „gemütlichen Heurigenabend mit Tiefgang“ lädt das Bibelzentrum beim MuseumsQuartier in Wien im Rahmen der Langen Nacht der Kirchen am 24. Mai 2019 ein.
  • Wien: Gedenken an Vernichtung jüdischer Gemeinde
    Der Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit und die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Wien wollen gemeinsam die Geschichte der „Wiener Gesera“ - die Zerstörung der Wiener jüdischen Gemeinde im Jahr 1420/21 - aufarbeiten.