„Bibel auf Wienerisch“ im Bibelzentrum

Zu einem „gemütlichen Heurigenabend mit Tiefgang“ lädt das Bibelzentrum beim MuseumsQuartier in Wien im Rahmen der Langen Nacht der Kirchen am 24. Mai 2019 ein.

Ab 22.00 Uhr liest der Autor Roland Kadan aus seinem neuen Buch „Da Josef und seine Briada“ Geschichten aus dem Alten Testament auf Wienerisch, darunter die Schöpfungserzählung aus Gen 1: „Leiwand hot da Scheff d Wööd gmocht“. Die in Dialekt übertragenen Texte sollen biblische Erzählungen in einem neuen Licht erscheinen lassen und werden für Unterhaltung sorgen, so eine Presseankündigung.

Kadan (geb. 1961 in Wien) ist Lehrer für Latein und evangelische Religion, Lehrender an der evangelisch-theologischen Fakultät der Uni Wien und Autor. 2017 erschien „Da David und sei Pantscherl. Altes Testament auf Wienerisch“.

Buch "Da Josef und seine Briada" steht neben einem Bier und einer Brettljause

Österreichische Bibelgesellschaft

Die Bibel auf Wienerisch wird am 24. Mai im Rahmen der Langen Nacht der Kirchen vom Autor vorgetragen

Mundartlieder, Quiz und Workshop

Ergänzt wird die Präsentation durch österreichische Mundartlieder, präsentiert von Marlis Birkner, Studentin an der Musikuniversität Wien und musikalische Assistenz an der Opernschule der Wiener Staatsoper. Und auch für das leibliche Wohl wird gesorgt. „Bei Bauernbrot, Aufstrichen und einem Glaserl Wein wird die Bibel auf Wienerisch noch besser erfahrbar“, so die Aussendung.

Bei einem Quiz zur Bibel kann man sein Bibelwissen testen und unter anderem Kadans Buch und Wiener Spezialitäten gewinnen. Um 19.00 Uhr wird - ebenfalls im Rahmen der „Langen Nacht“ ein Workshop zu deutschen Bibelübersetzungen im Vergleich angeboten. Interessierte können dabei die verschiedenen deutschen Bibelübersetzungen unter die Lupe nehmen und deren Unterschiede entdecken.

Bibel meistübersetztes Buch

Die Bibel in der jeweiligen Muttersprache lesen zu können, sei für viele Menschen weltweit eine große Bereicherung, schrieb das Bibelzentrum. Im deutschsprachigen Raum stünden rund 40 verschiedenen Übersetzungen zur Verfügung: Von den Klassikern wie der Lutherbibel bis hin zu Übertragungen in Mundart und Slang. Bei der Langen Nacht der Kirchen soll die Möglichkeit geboten werden, sich auf diese Vielfalt einzulassen, so Jutta Henner, Leiterin des Bibelzentrums.

In der Bibliothek des Bibelzentrums können ab 20.00 Uhr die Entstehung und die Verbreitung der Bibel über die Jahrhunderte anhand zahlreicher historischer Bibelausgaben beleuchtet. „Die Bibel ist nach wie vor das meistübersetzte Buch der Welt. Unsere Bibliothek beherbergt Bibeln in über 500 verschiedenen Sprachen“, so Henner.

Druck-, Schreib- und Malwerkstatt für Kinder

Kinder aller Altersstufen können von 17.00 bis 19.00 Uhr mit Hieroglyphen stempeln und ihre eigene Bibelseite drucken. Auf Papyrus und Pergament schreiben sie selbst ihre Namen in den Bibelsprachen Hebräisch und Altgriechisch.

Das Bibelzentrum beim MuseumsQuartier lädt Menschen aller Altersgruppen zu einer Begegnung mit der Bibel ein. Seit seiner Eröffnung im Frühjahr 2005 haben sich nach eigenen am „Ort zum Wort“ eingefunden. Neben einer Bibel-Dauerausstellung gibt es Veranstaltungen, Vorträge und Sonderausstellungen. Bibeln in über 100 Sprachen, alle deutschsprachigen Bibelausgaben und empfehlenswerte Kinderbibeln sind zum Verkauf erhältlich.

religion.ORF.at

Links:

  • Jesuit am Marterpfahl: ÖNB zeigt „besonderes Objekt“
    Im Prunksaal der Nationalbibliothek ist unter dem Titel „Das besondere Objekt: Ein Jesuit am Marterpfahl“ eine historische Landkarte über die Jesuitenmission im 17. Jahrhundert auf dem Gebiet des heutigen Kanada ausgestellt.
  • Sommerakademie: „Gespaltene Gesellschaft“ im Fokus
    Prominente Theologen, Soziologen und Menschenrechtsexperten setzen sich bei der diesjährigen Ökumenischen Sommerakademie mit der „gespaltenen Gesellschaft“ auseinander. Die Tagung findet von 10. bis 12. Juli 2019 im Stift Kremsmünster (OÖ.) statt.
  • Internationale Barocktage in Stift Melk
    Unter dem Motto „Lyra et Gladio – König. Bürger. Bettelmann“ lädt der Tenor und künstlerische Leiter der Barocktage, Michael Schade, zu Pfingsten wieder zu den Internationalen Barocktagen Stift Melk.
  • Wien: Gedenken an Vernichtung jüdischer Gemeinde
    Der Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit und die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Wien wollen gemeinsam die Geschichte der „Wiener Gesera“ - die Zerstörung der Wiener jüdischen Gemeinde im Jahr 1420/21 - aufarbeiten.
  • Ausstellung gegen Kriminalisierung Homosexueller
    Die Wanderausstellung „Verschaff mir Recht“ macht auf die Kriminalisierung und Verfolgung von Homosexuellen, Bisexuellen, Transgender-Personen und anderen sexuellen Minderheiten aufmerksam.
  • Diözesanmuseum Graz mit Schau über Tiere in der Bibel
    Als Dämonen sowie als Begleiter von Heiligen - Tiere kommen in der Bibel sehr unterschiedlich vor. Zu einem Blick ins „biblische Tierreich“ lädt das Diözesanmuseum Graz nun mit der Sonderausstellung „Tiere in der Bibel“, die ab 8. Mai geöffnet ist.
  • Die Auferstehung der Ostergräber
    Sie waren schon fast verschwunden, doch seit einigen Jahren erleben sie eine Renaissance: Heilige Gräber haben zu Ostern in Österreich eine lange Tradition. Vor allem im Westen gibt es eine Fülle an Kirchen, die ein solches Ostergrab ins Zentrum ihrer Feierlichkeiten rücken.
  • Jüdisches Museum Wien zeigt Arik-Brauer-Werke
    Anlässlich des 90. Geburtstags der Wiener Künstlers Arik Brauer zeigt das Jüdische Museum Wien eine Ausstellung, die die verschiedenen Facetten seines Lebens und seiner Arbeit präsentiert.
  • Kapuziner veranstalten „Eselfachtagung“
    „Der kluge Esel einst und jetzt“ lautet der Titel der „1. Österreichischen Eselfachtagung“, die der Kapuzinerorden und der „Verein IA Austria“ kommendes Wochenende in Wiener Neustadt durchführen.
  • Kaiser Maximilian und sein PR-Heiliger
    Im Maximilian-Jahr mangelt es nicht an Ausstellungen. Der Habsburger starb vor 500 Jahren, doch sein Nachruhm scheint ungebrochen. Dass das kein Zufall ist, sondern auf gründlicher PR-Arbeit fußt, zeigt die neue Jahresausstellung im Stift Klosterneuburg eindrucksvoll.