Otto-Neururer-Film auf Tour durch Österreich

Der Film „Otto Neururer – Hoffnungsvolle Finsternis“ läuft derzeit noch in österreichischen Kinos. Neururer war Tiroler Dorfpfarrer, der sich den Nazis widersetzte. Er wurde 1940 im KZ Buchenwald ermordet und 1996 seliggesprochen.

Neururer hatte KZ-Insassen seelsorglich betreut und einen von ihnen auf die Taufe vorbereitet. 1996 wurde er von Papst Johannes Paul II. als Märtyrer seliggesprochen. Im Film begibt sich ein alternder Schauspieler mit einem an Parkinson erkrankten Pfarrer und einer jugendlichen Straftäterin auf Spurensuche nach Otto Neururer.

Der Schauspieler (Heinz Fitz) kann nicht mehr beten und will Frieden schließen mit sich selbst, weil sein Vater als glühender Nazi Furchtbares getan hat. Pfarrer Anton (Ottfried Fischer) hadert nicht nur mit seinem Schicksal, sondern auch mit seinem Glauben. Fischer war erstmals auch Koproduzent. Der Tiroler Schauspieler Lukas Zolgar übernahm die Rolle des Märtyrerpriesters.

In Tirol gedreht

Die Hälfte des Films spielt in der heutigen Zeit mit der jugendlichen Straftäterin Sophia (Jasmin Mairhofer), die sich mit Pfarrer Anton auf die Suche macht. Aus Österreich sind Karl Merkatz in der Rolle des Brixner Fürstbischofs Josef Altenweisel sowie Heinz Fitz und Julia Gschnitzer zu sehen. Der Film wurde komplett in Tirol gedreht, unter anderem in Götzens, wo Otto Neururer Pfarrer war, sowie in mehreren Orten im Inntal.

Für 2020 wurden bereits weitere Kinotouren durch Deutschland, Italien, Spanien und Frankreich angekündigt.

religion.ORF.at

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