„Giving Tuesday“ nach „Black Friday“

Als Gegenbewegung zum letztwöchigen „Black Friday“ rufen in dieser Woche unter anderen auch kirchliche NGOs zum „Giving Tuesday“ auf. Gesammelt wird für verschiedene Hilfsprojekte im In- und Ausland.

In mehr als 100 Ländern soll mit diesem „Tag des Gebens“ ein Gegenakzent gegen ein überzogenes Einkaufs- und Konsumverhalten in der Vorweihnachtszeit gesetzt werden und gezielt für Menschen in Not gesammelt werden. 2019 beteiligen sich erstmals im größeren Stil auch österreichische NGOs am „Giving Tuesday“.

Die Aktion steht unter dem Ehrenschutz von Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein, kündigten die Veranstalter am Montag in einer Aussendung an.

Erstmals österreichische Aktionen

Kirchlicherseits schließen sich heuer mehr als zehn Organisationen an der Aktion an: Die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar etwa bittet um Spenden für die rund 60.000 Kinder, die in Nairobi auf der Straße leben müssen. Die Caritas Österreich erwirbt mit den Spendenmitteln Nutztiere und ermöglicht es Frauen in Burundi so, ein eigenes Einkommen erwirtschaften zu können.

Die Hilfsorganisation „Jugend Eine Welt“ richtet anlässlich des „Giving Tuesday“ gemeinsam mit dem Kabarettisten Michael Niavarani und den Geschäftsleuten der Wiener Wollzeile eine Spendenhotline (0901 50 08 50) zugunsten benachteiligter Kinder und Jugendlicher ein. Die evangelische Hilfsorganisation Diakonie sammelt am „Tag des Gebens“ Spenden für Kinder mit Sprachbehinderung.

Initiiert wurde der Tag von der amerikanischen Organisation „92ned Street Y“ und der „United Nations Foundation“ als Gegenbewegung zur „CyberWeek“. Der damit verbundene „BlackFriday“ und der „CyberMonday“ geben mit Rabattaktionen den Startschuss für das Weihnachtsgeschäft im Handel. Beim „Giving Tuesday“, der immer am Dienstag nach dieser Woche stattfindet, dreht sich hingegen alles darum, Spenden für karitative Aktionen zu sammeln.

religion.ORF.at/KAP

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