Erzdiözese Wien streamt täglich Frühmesse mit Kardinal

Wegen der Coronavirus-Krise dürfen derzeit keine öffentlichen Gottesdienste stattfinden. Daher bietet die Erzdiözese Wien ab Mittwoch eine tägliche Frühmesse von Kardinal Schönborn im Livestream zum Mitfeiern an.

Sie wird täglich um 8.00 Uhr Früh live übertragen. Schönborn wird mit „seiner kleinen Hausgemeinschaft in der Andreaskapelle, der Hauskapelle des Wiener Erzbischofs“ die Messe zelebrieren, so eine Aussendung vom Dienstag. Den Livestream findet man auf der Website der Erzdiözese und auf dem Youtube Channel der Erzdiözese Wien.

Kardinal Schönborn wird in der Aussendug zitiert: „Die Maßnahmen der Bundesregierung sind lebenswichtig. Wenn wir unsere Kontakte radikal einschränken, helfen wir mit, die Übertragung des Virus zu bremsen. Das ist notwendig, damit unsere Spitäler weiterhin alle Schwerkranken behandeln können. Auf den physischen Kontakt zu verzichten heißt Leben retten.“

Verzichten „gelebte Nächstenliebe“

Das sei „gelebte Nächstenliebe. Die moderne Technik macht es möglich, dass die Messe, die ich in der erzbischöflichen Kapelle feiere, jetzt übertragen wird. So können viele gläubige Frauen und Männer an der Messfeier teilnehmen“, so Schönborn. Bisher konnte die Frühmesse des Kardinals nur von seiner Hausgemeinschaft mitgefeiert werden.

Kardinal Christoph Schönborn

APA/Hans Punz

Schönborn: „Die Maßnahmen der Bundesregierung sind lebenswichtig.“

Der Verzicht der Gläubigen auf das physische Zusammensein und den Empfang der Kommunion ist für Kardinal Schönborn „Merkmal einer heuer ganz besonderen Fastenzeit. Aber auch sie geht vorbei, und dann kommt Ostern. Auch wenn das Ende der Corona-Epidemie kalendarisch nicht mit dem Ostersonntag zusammenfallen wird: Es wird ein großes Fest sein. Und die Zeit bis dahin meistern wir gemeinsam.“

Kerzen anzünden und ins Fenster stellen

Zu Beginn der Messe des Kardinals wird immer eine Kerze angezündet und ins Fenster gestellt. Das ist ein Zeichen dafür, dass es sich um einen „Netzwerk-Gottesdienst“ handelt. Unter diesem Stichwort bietet das Liturgiereferat der Erzdiözese Wien unter dem Motto „Wir feiern zu Hause Gottesdienst und knüpfen ein Netzwerk der Verbundenheit von Haus zu Haus“ konkrete Anleitungen für die Gottesdienstfeier daheim an.

Eine brennende Kerze im Fenster signalisiere den anderen Menschen, dass in diesem Haus gerade ein Gottesdienst gefeiert wird. Auf diese Weise soll laut Erzdiözese „eine Verbundenheit unter den Gläubigen entstehen, die Trost und Hoffnung spendet und Licht in die Welt bringt, auch den Menschen, die nicht Teil der Kirche sind“.

religion.ORF.at/KAP

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