ORF-Religionssendungen erreichen Höchstwerte

Religiöse Sendungen im Programm des ORF erreichen derzeit Höchstwerte. So erzielte die Sendung „Was ich glaube“ mit Kardinal Christoph Schönborn am Sonntag auf ORF 2 um 16.52 Uhr mit 435.000 Zusehenden bzw. 19 Prozent Marktanteil einen Rekordwert.

„Das ist der höchste Wert, den wir seit 2013 mit Einführung der Sendung auf diesem Sendeplatz erreicht haben“, bestätigte die interimistische Leiterin der TV-Religionsabteilung im ORF, Barbara Krenn, am Dienstag gegenüber der römisch-katholischen Nachrichtenagentur Kathpress. Der Teletest zeige insgesamt, dass die Zuseherzahlen sowohl bei den kürzlich im Zuge der Coronavirus-Krise eingeführten TV-Sonntagsgottesdiensten auf ORF III als auch bei anderen religiösen Fernsehformaten auf ORF 2 deutlich gestiegen sind.

So erreichte die Übertragung der römisch-katholischen Messe aus dem Wiener Priesterseminar am Sonntag, den 15. März, um 10 Uhr, auf ORF III bereits 142.000 Zusehende, was ein Rekordwert für den Spartenkanal bedeutete. Am letzten Sonntag (22. März) konnten sogar 155.000 die Messe aus dem Priesterseminar via ORF III mitfeiern. „Die Werte bei den ORF III-Fernsehgottesdiensten sind derzeit um rund 50 Prozent höher als bei den sonst auf ORF 2 übertragenen Messen“, bestätigte der Sendungsverantwortliche, Thomas Bogensberger, im Interview mit Kathpress.

Nur der Papst erreicht mehr

Zum Vergleich: Zuletzt haben am 8. März 102.000 die Messe aus Perchtoldsdorf auf ORF 2 gesehen. Die österreichischen Zuseherzahlen bei den Sonntagsmessen auf ORF III seien damit derzeit auf dem Niveau von Weihnachten und Ostern. Nur der Papst erreiche mit dem Segen „Urbi et Orbi“ immer deutlich mehr als 200.000 Zusehende auf ORF 2.

Einen sehr guten Wert erreichte auch die „Pressestunde“ mit Kardinal Schönborn am Sonntag. Insgesamt 307.000 Zuseher verfolgten die Interviewsendung um 11.05 Uhr auf ORF 2, was einem Marktanteil von 20 Prozent entspricht.

Neben den unregelmäßig stattfindenden Gottesdienstübertragungen im Fernsehen gibt es jeden Sonntag im Regionalprogramm des ORF eine Messe im Radio. Lag die Zahl der Zuhörenden im letzten Jahr schon bei rund 750.000, so dürfte sie sich in den letzten Wochen im Zuge der Krise noch weiter erhöht haben.

Trost und Zuspruch im Radio

Zwar gebe es aufgrund unterschiedlicher Messmethoden - für das Fernsehen gibt es Telekontrollgeräte, beim Radio werden regelmäßig Interviews geführt, um die Hörerzahlen zu ermitteln - noch keine aktuellen Zahlen für die Radiomessen, der Trend sei aber klar: „Es gibt mit Sicherheit eine höhere Reichweite als zum selben Zeitpunkt vor einem Jahr“, so die Leiterin der ORF-Religion im Radio, Doris Appel, gegenüber Kathpress. So habe die ORF-Medienforschung aktuell erhoben, dass gerade jene Sendungen, die Erbauung, Zuspruch und Trost vermitteln, derzeit mehr gehört werden.

Die nächste Gottesdienstübertragung auf ORF III findet am Donnerstag, 26. März, um 8 Uhr, statt. Zusehende können an diesem Tag die Messe mit Kardinal Christoph Schönborn aus der Andreaskapelle im Wiener Erzbischöflichen Palais mitfeiern. Am Sonntag, 29. März, wird dann erstmals auf ORF III um 10 Uhr ein evangelischer Gottesdienst übertragen. Die Messen werden auch auf religion.ORF.at live übertragen.

religion.ORF.at/KAP

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