Buddha-Amithaba-Figur aus der Ausstellung „Erleuchtet – Die Welt der Buddhas“ im Museum der Kulturen Basel
Museum der Kulturen Basel/Omar Lemke
Museum der Kulturen Basel/Omar Lemke
Ausstellung

50 Buddhas im Museum der Kulturen Basel

Mit über 50 Buddha-Statuen und vielen weiteren Objekten taucht das Museum der Kulturen Basel in die populäre Welt und Lehre des Buddhismus ein. Die Ausstellung zeigt auf, dass es viele Wege zur buddhistischen Erleuchtung gibt.

Golden glänzende Buddhas sitzen in europäischen Wohnzimmern, Vorräumen von Yoga-Studios, natürlich in asiatischen Tempeln und offensichtlich auch in großen Massen im Depot des Schweizer Museums der Kulturen Basel.

Das Haus hat nun über 50 von ihnen hervorgeholt und für seine Sonderausstellung „Erleuchtet – Die Welt der Buddhas“ mit über 200 weiteren Objekten zu einer meditativen Gesamtschau vereinigt, die ab Freitag zu sehen ist.

Viele Exponate lange nicht zu sehen

Viele der Exponate stammen aus der Tibet-Sammlung von Gerd-Wolfgang Essen, die 1998 mit Mitteln der Basler Mäzenin Catherine Oeri für das Museum aufgekauft worden ist. Es handelt sich um eine der weltweit größten Sammlungen tibetischer Kunst, die in diesem jetzt präsentierten Umfang lange nicht mehr zu sehen war.

Blick in die Ausstellung „Erleuchtet – Die Welt der Buddhas“ im Museum der Kulturen Basel
Museum der Kulturen Basel/Omar Lemke
Blick in die Ausstellung

Die Ausstellung versucht, einen vertiefenden Blick hinter diese populäre Figur und seine weltanschaulich-religiösen Lehren zu werfen. Dabei vermittelt sie die Erkenntnis, dass es bei weitem nicht nur den einen Buddha und entsprechend viele Wege zur Erleuchtung gibt, wie das Museum mitteilt. Der Buddhismus habe sich in seiner über zweitausendjährigen Geschichte immer wieder an regionale Gegebenheiten angepasst, heißt es seitens des Museums.

Ausstellungstipp

„Erleuchtet – Die Welt der Budddhas“ im Museum der Kulturen Basel, Münsterplatz 20. Von 20. November 2020 bis 23. Jänner 2022

3. bis 20. Jahrhundert

Zu sehen sind also höchst unterschiedliche Buddha-Darstellungen. Sie reichen von der golden glänzenden Monumentalstatue aus Japan bis zur kleinen Alabaster-Figur aus Myanmar, von Objekten aus dem 3. oder 4. Jahrhundert bis zu solchen, die im 20. Jahrhundert entstanden sind. Es gibt gekrönte Buddhas oder solche in bescheidener Gestalt eines Mönchs, viele im Schneider- oder Yogasitz, einige aber auch stehend.

Buddha-Amithaba-Figur aus der Ausstellung „Erleuchtet – Die Welt der Buddhas“ im Museum der Kulturen Basel
Museum der Kulturen Basel/Omar Lemke
„Buddha Amitabha“ aus Japan: Der Buddha des Unendlichen Lichts und der Allumfassenden Liebe ist in Ostasien besonders populär.

Verbindung von Religion und Politik

Das Museum wagt in seiner Ausstellung auch noch einen Schritt über die meditative Lehre und Wege zur Erleuchtung hinaus. Werke zeitgenössischer Kunstschaffender sollen die Verbindung von Religion und Politik im Buddhismus sowie überlieferte Hierarchien kritisch hinterfragen.