Coronavirus

Kein Gehalt für Vatikanbeschäftigte ohne „Grünen Pass“

Der Vatikan verschärft seine Coronavirus-Regeln für eigene Mitarbeiter und externe Dienstleister: Wer ab dem 1. Oktober keinen italienischen „Green Pass“ (Grünen Pass) vorweisen kann, darf nicht zur Arbeit kommen, gilt als unentschuldigt abwesend und bekommt entsprechend kein Arbeitsentgelt.

Wie aus einem am Dienstag veröffentlichten Dekret hervorgeht, weitet der Vatikan einen Erlass von Mitte September aus. Laut diesem müssen alle Mitarbeiter, Mitarbeiterinnen, Besucher und Besucherinnen nachweisen, dass sie gegen Covid-19 geimpft, genesen oder getestet sind. Das entspricht in etwa der sogenannten 3-G-Regel in Österreich. Die Überprüfung obliege der jeweils zuständigen Abteilung.

Unbekannt ist derzeit, ob es Alternativlösungen geben kann, wie etwa das Arbeiten im Homeoffice. Fest steht, dass Sozialversicherungsbeiträge und ähnliche Leistungen auch ohne „Grünen Pass“ weiter gezahlt werden. Auch mögliche Ausnahmen von der Verpflichtung sollen im Einzelfall entschieden werden können.

Ausnahme Gottesdienst

Als Nachweis gelten vatikanische Bescheinigungen, das EU-weit geltende Zertifikat und Zertifikate anderer Staaten, die den Vorgaben entsprechen. Die neue Vorschrift betrifft das Territorium des Vatikanstaates sowie alle exterritorialen Einrichtungen in der Stadt Rom und in Castel Gandolfo. Vorgesehen ist, dass Kontrollen durch die vatikanische Gendarmerie vorgenommen werden.

Ausgenommen von der Regelung ist die Teilnahme an Gottesdiensten. Aber nur für die Dauer der jeweiligen Feier. Damit folgt der Vatikan der Entscheidung der italienischen Bischöfe, wonach bei Gottesdiensten und Wallfahrten weiterhin kein Anti-Covid-Nachweis nötig sein soll.