90 Jahre

Rios Christusstatue feiert Jubiläum

Sie ist zwar nur die viertgrößte Christusstatue der Welt, aber bei Weitem die berühmteste: Vor genau 90 Jahren, am 12. Oktober 1931, wurde der „Cristo Redentor“, die „Erlöserstatue“, auf dem Corcovado-Berg hoch über Rio de Janeiro gesegnet und eröffnet.

Wohl über drei Millionen Besucher pilgern jährlich auf den 710 Meter hohen Berg, um den Ausblick auf Rio unter den ausgebreiteten Armen der Statue zu genießen. Bereits im Jahr 1922 wurde mit dem Bau nach Plänen des brasilianischen Bauingenieurs Heitor da Silva Costa begonnen.

Dreißig Meter ist die 1.145 Tonnen schwere Art-Deco-Statue hoch und steht auf einem acht Meter hohen Podest. Die Christusstatue im vietnamesischen Vung Tau mit 32 Metern, der „Cristo de la Concordia“ in Cochabamba, Bolivien, mit etwas über 34 Metern sowie die Christus-König-Statue im polnischen Swiebodzin mit 36 Metern sind noch ein wenig größer.

Christusstatue (Cristo Redentor) auf dem Corcovado in Rio de Janeiro
APA/EXPA/Johann Groder
Nicht die höchste, aber die berühmteste Christusstatue: „Cristo Redentor“ in Rio de Janeiro

Zugang zu Monument verweigert

Zwischen der staatlichen Umweltbehörde ICMBio und der Erzdiözese von Rio, der das Grundstück auf der Corcovado-Spitze gehört und die das Monument verwaltet, kommt es seit Monaten zu Streitigkeiten. So plant die Behörde, Restaurants und Shops am Monument an die Privatwirtschaft abzutreten. Die Kirche pocht dagegen auf ihre alleinige Zuständigkeit. In den vergangenen Wochen hatte ICMBio Mitarbeitern der Erzdiözese mehrfach den Zugang zu dem Monument verweigert.