Ausstellung

Rom: Meisterwerke über Hölle zu Dante-Jahr

Mit einer großen Ausstellung über die Hölle enden die Feierlichkeiten zum 700. Todesjahr von Dante Alighieri in Italiens Hauptstadt Rom. Bis Jänner 2022 steht Besuchern im Museum Scuderie del Quirinale eine neue Schau offen, die rund 230 Kunstwerke aus 90 Museen, Bibliotheken und Privatsammlungen weltweit umfasst.

Die Ausstellung greift das Thema der Hölle in seinen verschiedenen Interpretationen vom Mittelalter bis zur Neuzeit auf. Unter den Exponaten befindet sich etwa die „Karte der Hölle“ von Sandro Botticelli aus dem 15. Jahrhundert, die in den Vatikanischen Archiven aufbewahrt wird.

Zu sehen sind darüber hinaus auch Arbeiten von Francisco de Goya (1746 -1828), Auguste Rodin (1840 – 1917), Otto Dix (1891 – 1969), Anselm Kiefer und Gerhard Richter. Es sei viel interessanter und faszinierender, das Böse darzustellen als das Gute, sagte Kurator Jean Clair im Gespräch mit RaiNews. Auch das Monströse oder „Abartige“ übe seit Jahrhunderten große Faszination aus.

„Mappa dell’Inferno“ von Sandro Botticelli (zwischen 1480 und 1490)
Public Domain/Wikipedia
Der "Höllentrichter: „Mappa dell’Inferno“ von Sandro Botticelli (zwischen 1480 und 1490)

„Fegefeuer“ und „Paradies“ folgen

Der italienische Dichter Dante Alighieri, der 1321 in Ravenna starb, wird bis heute weltweit verehrt, unter anderem für sein Meisterwerk „Die Göttliche Komödie“. In dieser dreiteiligen Dichtung führte er das Italienische als Literatursprache ein. Der erste Teil der Göttlichen Komödie ist betitelt mit „Hölle“, gefolgt von „Fegefeuer“ und dem letzten Teil „Paradies“.