Pope Francis meets Monaco’s Prince Albert and Princess Charlene at the Vatican, July 20, 2022. Vatican Media/­Handout via REUTERS    ATTENTION EDITORS – THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY.
Vatican Media/­Handout via Reuters
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Vatikan

Papst Franziskus empfing Fürstenpaar von Monaco

Papst Franziskus hat am Mittwoch Fürst Albert II. von Monaco und seine Frau Charlene empfangen. Die Audienz dauerte etwa 25 Minuten, berichtete der Vatikan. Der Papst schenkte Prinz Albert und Charlene ein Bronzekunstwerk.

Das Kunstwerk stellt ein Kind dar, das einem anderen beim Aufstehen hilft. Im Gegenzug schenkte der Fürst dem Papst einen Druck, der die Kapelle des Palastes von Monaco zeigt.

Bei der Übergabe des symbolischen Kunstwerks an den Prinzen betonte der Papst, dass dies die einzige Gelegenheit sei, bei der man auf einen anderen Menschen herabblicken könne: Ihm die Hand reichen und ihm beim Aufstehen helfen.

Volle diplomatische Beziehungen

Zuletzt besuchte das Fürstenpaar 2016 gemeinsam den Vatikan. Der Heilige Stuhl und das Fürstentum Monaco unterhalten volle diplomatische Beziehungen. Über 80 Prozent der gut 39.000 Einwohner Monacos sind katholisch. Seit 1981 existiert die eigenständige Erzdiözese Monaco, der seit 2020 Erzbischof Dominique-Marie David vorsteht.

Pope Francis meets Monaco’s Prince Albert and Princess Charlene at the Vatican, July 20, 2022. Vatican Media/­Handout via REUTERS    ATTENTION EDITORS – THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY.
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Papst Franziskus, Albert II. von Monaco und seine Frau Charlene während der Audienz

Fürstin Charlene erschien bei der Audienz wider Erwarten in einem schwarzen Kleid mit schwarzem Schleier, wie auf den Aufnahmen zu sehen ist. Um den Hals trug sie eine silberfarbene Kette mit großem Kreuz. Eigentlich steht katholischen Königinnen und Prinzessinnen sowie Ehefrauen katholischer Monarchen das Privileg zu, bei einer Papst-Audienz Weiß zu tragen. Sonst schreibt das Protokoll für Besucherinnen schwarze Kleidung und Kopfbedeckung vor.

„Privilege du blanc“

Das „Privilege du blanc“ ist ein Zeichen der Anerkennung des Vatikan gegenüber Monarchien, die dem Katholizismus die Treue halten. Es gilt in Europa außer für Fürstin Charlene auch für die spanische Königin Letizia, Königin Mathilde von Belgien, Luxemburgs Großherzogin Maria Teresa und Königin Paola von Belgien. Auch die ehemalige Königin von Spanien Sofia darf weiß tragen. Als das monegassische Fürstenpaar zuletzt 2016 gemeinsam den Vatikan besuchte, trug Charlene wie die anderen katholischen Königinnen und Prinzessinen weiß.

Charlene wuchs in ihrer Heimat protestantisch auf und konvertierte mit der Hochzeit zum Katholizismus. In einem Interview mit einer französischen Zeitung bezeichnete sich die 44-Jährige als „sehr gläubiger Mensch“. Zuletzt hatte die Fürstin sich aus gesundheitlichen Gründen für lange Perioden gänzlich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.