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D: Osterwitz von Bischof knackt Millionenmarke

Der österliche Witz des katholischen Bischofs Stefan Oster im deutschen Passau hat am Mittwoch eine Rekordmarke geknackt. Seit Ostersonntag gab es über eine Million Aufrufe auf dem YouTube-Kanal der Diözese und über 400 begeisterte Kommentare.

Der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) sagte der Bischof auf Anfrage, er freue sich über den Erfolg, sei aber nicht allzu erstaunt. Schon in den vergangenen Jahren seien die Videos seiner Osterwitze über hunderttausend Mal geklickt worden.

„Was ich mir aber ein wenig erhoffe: Dass der eine oder die andere wahrnimmt, dass ich auf diesem Kanal und auf meinem eigenen auch viele Videos über den Glauben in Form von Predigten und Vorträgen hochlade. Und vielleicht wird beim einen oder der anderen ja damit auch Interesse am Glauben geweckt“, so Oster.

„Bin sicher, dass Jesus gelacht hat“

Auf die Frage, ob die Kirche nicht mehr Humor brauche, erklärte der Bischof: „Ja, natürlich. Vor allem die Freude wäre eigentlich unser Markenzeichen als Christen; die Freude am Dasein und darüber, das Leid und Tod nie mehr das letzte Wort haben werden. Daraus speist sich die Osterfreude und das Osterlachen.“

Ob genau dieser Witz der Humor Jesu wäre, wisse er nicht, räumte Oster auf Nachfrage ein. Aber wenn Jesus im tiefen Sinne nicht nur Gott, sondern auch ganz Mensch gewesen sei, „dann bin ich sehr sicher, dass Jesus gelacht hat. Er hat doch die Kinder geliebt, die Schönheit der Schöpfung, die Blumen, die jungen Hunde – und er kannte uns Menschen mit all unseren guten Eigenschaften – aber eben auch mit unseren Widersprüchlichkeiten, die so oft Anlass zum Lachen geben.“

Um wirklich aus vollem Herzen lachen zu können, brauche man auch Demut und innere Freiheit, fügte der Bischof hinzu. „Und soweit ich sehe, war Jesus der demütigste und zugleich freieste Mensch, der je über diese Erde gelaufen ist.“

WC mit 30 Sitzplätzen

Die vorgetragene Anekdote erzählt von einer Frau aus der Stadt, die in den 1920er-Jahren im Bayerischen Wald Urlaub machen möchte. Weil dort der Tourismus gerade erst seinen Anfang nahm und noch nicht überall fließend Wasser üblich war, erkundigte sie sich vorsorglich in einem Schreiben an die Landgemeinde, ob dort auch ein „WC“ zur Verfügung stünde.

Da Bürgermeister und Gemeinderat mit der eigenartigen Abkürzung nichts anzufangen wussten, fragten sie den Dorfgeistlichen. Der vermutete, dass es sich um das Waldkapellchen handeln dürfte, das die „neumodischen Städter“ mittlerweile nicht mehr mit „K“, sondern mit „C“ schrieben.

„Sachkundige Anleitung durch Pfarrer“

In einem Antwortschreiben wurde die Dame dann unter anderem damit beruhigt, dass es in dem Ort seit über 300 Jahren ein WC gebe – mitten im idyllischen Wald gelegen und bequem in einer Viertelstunde zu Fuß zu erreichen. Es habe etwa 30 Sitzplätze, sei tagsüber ständig geöffnet. Meist werde das WC von den Menschen alleine aufgesucht, an Fest und Feiertagen auch von mehreren – dann unter sachkundiger Anleitung des „Herrn Pfarrer“.