Caritas-Direktor Michael Landau (l.) am Donnerstag, 28. Juni 2018, anlässlich des 12 Stunden-Aktionstags "Stimmen gegen Hunger" in Wien

APA/Roland Schlager

Zukunft ohne Hunger: Caritas-Kampagne soll 150.000 Kinder retten

Zukunft ohne Hunger: Caritas-Kampagne soll 150.000 Kinder retten | Späte Wunden: Der Pastor von Fukushima | Unermüdliche Reformer: Leise Rufe nach Neuerungen in der Kirche | Musik verbindet: „Shalom! Music Between Friends“

Sendungsprofil Orientierung

ORF

Sendungshinweis

„Orientierung“ am Sonntag, 08.07.2018, 12.30 Uhr, ORF 2 und am 09.07.2018, 08.55 Uhr, ORF III und am 14.07.2018, 11.30 Uhr, ARD-alpha

Zukunft ohne Hunger: Caritas-Kampagne soll 150.000 Kinder retten

„Der Hunger ist ein Problem, das alle angeht. Nicht nur Hilfsorganisationen, sondern alle, die Verantwortung tragen.“

Das sagt die katholische Ordensschwester Godelive Miburo in Burundi. Sie betreibt in Gitega, der zweitgrößten Stadt des zentralafrikanischen Landes, ein Waisenhaus, das gleichzeitig Frauenhaus und Kindergesundheitszentrum ist.

Godelive Miburo sorgt dafür, dass es den Ärmsten ein wenig besser geht. Sie sollen bleiben können und nicht die Flucht antreten müssen.

Mehrere Hunderttausend Burunder haben ihr Land nämlich bereits verlassen: Oft werden Menschenrechte missachtet, politisch Andersdenkende werden verfolgt, Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt fehlen. 57.000 haben im Flüchtlingscamp Mahama im Nachbarland Ruanda Zuflucht gefunden. Und werden dort von den internationalen Geberländern im Stich gelassen.

Ein ORF-Redakteur hat sich die Situation in den beiden zentralafrikanischen Ländern Burundi und Ruanda angesehen – und dabei auch Projekte besucht, mit denen die österreichische Caritas im Rahmen ihrer Möglichkeiten versucht, „Hilfe vor Ort“ zu leisten.

Bericht: Christian Jänsch, Länge: 6 Minuten

Späte Wunden: Der Pastor von Fukushima

Tsunami, Erdbeben und das Reaktorunglück von Fukushima: Die Wunden, die die Dreifachkatastrophe vom 11. März 2011 in der japanischen Gesellschaft hinterlassen hat, sind auch sieben Jahre danach noch nicht verheilt.

Viele der Betroffenen leiden an Depressionen oder haben gar Selbstmordversuche hinter sich. Was hinzukommt: Die Opfer der Naturkatastrophen – Erdbeben und Tsunami – und jene der Nuklearkatastrophe von Fukushima erhalten sehr unterschiedliche Entschädigungszahlungen.

Viel Geld gibt es für Fukushima-Opfer, vergleichsweise wenig für Überlebende von Erdbeben und Tsunami. Das sorgt für Neid und Missgunst. Zwar hat die Regierung weite Teile der evakuierten Gebiete wieder für die Rücksiedlung freigegeben, doch nur wenige Menschen kehren zurück.

In Iwaki, rund 60 Kilometer vom AKW entfernt, kümmert sich der evangelische Pastor Akira Mori um Menschen, die unter den psychischen Folgen der Katastrophe leiden. Ein „Orientierung“-Team hat den Pastor besucht und mit Betroffenen gesprochen.

Bericht: Judith Brandner, Länge: 8 Minuten

Unermüdliche Reformer: Leise Rufe nach Neuerungen in der Kirche

“Die Reformversuche von Papst Franziskus mittragen”, denn “Reformen in der römisch-katholischen Kirche sind dringend notwendig”. Darin waren sich rund 50 Vertreterinnen und Vertreter von Kirchenreformbewegungen einig, die kürzlich im slowakischen Pezinok zusammengekommen sind.

Frauen und Männer aus 18 Ländern - von vier Kontinenten - waren vertreten, um sich auf internationaler Ebene auszutauschen und gemeinsam Reformstrategien zu entwickeln. Österreich war durch Mitglieder von „Wir sind Kirche“ und der „Pfarrer-Initiative“ präsent. Lernen will man etwa aus den Erfahrungen der früheren slowakischen Untergrundkirche zu Zeiten des Kommunismus.

Wie man damals mit hierarchischen und doktrinären Strukturen umgegangen sei, so ein Ansatz der Tagung, müsse man auch heute gegen festgefahrene Systeme der römisch-katholischen Kirche ankämpfen. Angeprangert werden dabei u.a. eine „mangelnde Gleichberechtigung von Frauen“ und „ein diskriminierender Umgang mit homosexuellen Menschen innerhalb der römisch-katholischen Kirche“.

Ein „Orientierung“-Team hat die Kirchenreformer einen Tag lang in Pezinok begleitet und nach den jeweils dringendsten Reformvorschlägen aus verschiedenen Ländern gefragt.

Bericht: Marcus Marschalek, Nina Oezelt; Länge: 5 Minuten

Musik verbindet: „Shalom! Music Between Friends“

„Wir sind eine lässige Boygroup“, so Paul Chaim Eisenberg, der ehemalige Oberrabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde Wien.

Einmal im Jahr – mehr lässt die Zeit der viel beschäftigen Herren nicht zu – präsentieren Paul Chaim Eisenberg, der evangelische Bischof Michael Bünker und der Generalsekretär der katholischen Österreichischen Bischofskonferenz, Peter Schipka, gemeinsam mit den Profimusikern Peter Strutzenberger und Sasha Danilov, jüdische Traditionals.

„Shalom! Music Between Friends“ nennen sie ihr musikalisches Projekt, das Friede und Toleranz – über Religionsgrenzen hinweg – in den Mittelpunkt rücken möchte. Ein „Orientierung“-Team war bei einem viel bejubelten Auftritt der schon etwas gereiften „Boygroup“ in Puchberg bei Wels dabei.

Bericht: Gundi Lamprecht, Länge: 5 Minuten

Moderation: Sandra Szabo
Redaktionsleitung: Norbert Steidl