Der Moskauer Patriarch Kyrill
APA/AFP/Daniel Mihalescu
APA/AFP/Daniel Mihalescu
08.05.2021, 13.05 Uhr, ORF 2

Sanktionspläne gegen Kyrill: Der russisch-orthodoxe Patriarch an der Seite Putins

Sanktionspläne gegen Kyrill: Der russisch-orthodoxe Patriarch an der Seite Putins | Für geschlechtergerechte Kirche: Hochrangige Frauendelegation aus Österreich im Vatikan | Diakonie setzt Akzente: Hilfe für autistische Kinder in der Schule | Lebenskünstler mit Konzept: Erinnerungen an Gerhard Schwarz

8.5.2022, 13.05 Uhr(!), ORF 2
10.5.2022, 9.00 Uhr, ORF III
14.5.2022, 11.30 Uhr, ARD ALPHA

Sanktionspläne gegen Kyrill: Der russisch-orthodoxe Patriarch an der Seite Putins

Im Entwurf für ein sechstes Sanktionspaket der EU, das sich gegen den Aggressor Russland richtet, ist erstmals auch das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Kyrill I., angeführt. Schon seit Beginn des Krieges unterstützt Kyrill den russischen Präsidenten Wladimir Putin und dessen Überfall auf die Ukraine.

Nun soll das Konsequenzen haben. Das Kirchenoberhaupt soll mit einem Einreiseverbot belegt werden, auch von einem „Einfrieren des Vermögens“ im Ausland ist die Rede. Kyrill ließ über einen Sprecher ausrichten, „je wahlloser die Sanktionen, desto weiter entfernt sich der Frieden.“

Die Kritik von Papst Franziskus, Kyrill solle sich nicht zum „Messdiener Putins“ machen, wurde von der russisch-orthodoxen Seite als „unkorrekter Ton“ bezeichnet, der den Dialog der Kirchen behindere. Im „Orientierung“-Interview: der Ostkirchenexperte Dietmar Winkler.

Sanktionspläne gegen Kyrill

Im Entwurf für ein sechstes Sanktionspaket der EU, das sich gegen den Aggressor Russland richtet, ist erstmals auch das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Kyrill I., angeführt. Schon seit Beginn des Krieges unterstützt Kyrill den russischen Präsidenten Wladimir Putin und dessen Überfall auf die Ukraine. Nun soll das Konsequenzen haben. Das Kirchenoberhaupt soll mit einem Einreiseverbot belegt werden, auch von einem „Einfrieren des Vermögens“ im Ausland ist die Rede. Kyrill ließ über einen Sprecher ausrichten, „je wahlloser die Sanktionen, desto weiter entfernt sich der Frieden.“

Bericht: Maresi Engelmayer, Konstantin Obermayr; Länge: 3 Minuten

Für geschlechtergerechte Kirche: Hochrangige Frauendelegation aus Österreich im Vatikan

Die Frauenfrage als entscheidendes Zukunftsthema für die römisch-katholische Kirche, das war eine der zentralen Botschaften einer hochrangig besetzten Frauendelegation aus Österreich, die von Montag bis Mittwoch in Rom zu Gast war. In zahlreichen Gesprächen, auch mit Kurienvertreterinnen, wurden dabei Themen wie „unterschiedliche Lebensrealitäten von Frauen“, „mehr Frauen in kirchlichen Führungspositionen“ und ein „Neudenken des sakramentalen Amtes im Blick auf Männer und Frauen“ erörtert.

Das Thema „Frauen in Kirche und Gesellschaft“, so der Eindruck der Vorsitzenden der Katholischen Frauenbewegung Österreichs, Angelika Ritter-Grepl, werde im Vatikan offenkundig „weitergedacht“.

„Mitverantwortung in Leitung und Lehre“ bleibe dabei ein wichtiges Anliegen. Begleitet wurde die Delegation katholischer Frauen, die im Rahmen der Generalaudienz auch mit Papst Franziskus zusammentraf, von „First Lady“ Doris Schmidauer als langjähriger Unterstützerin der kfbö-„Aktion Familienfasttag“.

Bericht: Cornelia Vospernik, Länge: 4 Minuten

Geschlechtergerechte Kirche

Die Frauenfrage als entscheidendes Zukunftsthema für die römisch-katholische Kirche, das war eine der zentralen Botschaften einer hochrangig besetzten Frauendelegation aus Österreich, die von Montag bis Mittwoch in Rom zu Gast war. In zahlreichen Gesprächen, auch mit Kurienvertreterinnen, wurden dabei Themen wie „unterschiedliche Lebensrealitäten von Frauen“, „mehr Frauen in kirchlichen Führungspositionen“ und ein „Neudenken des sakramentalen Amtes im Blick auf Männer und Frauen“ erörtert.

Im „Orientierung“-Studiogespräch: Angelika Ritter-Grepl, die Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs.

Diakonie setzt Akzente: Hilfe für autistische Kinder in der Schule

„In der Grundschule hatte ich eine schwere Zeit. Ich hatte zwar Lehrer, die mich unterstützten, aber die Mitschüler mobbten mich. Sie sagten mir: ’Geh weg aus unserer Klasse! Du gehörst nicht zu uns´“, erzählte der 17-jährige Gymnasiast Erich, der an Autismus leidet, im „Orientierung“-Interview vor rund einem Jahr. Seit fast zwei Jahren war er damals am Evangelischen Realgymnasium Donaustadt, wo er sich auch willkommen fühlte.

In der 6C war er umgeben von hilfsbereiten Mitschülerinnen und Mitschülern und einem Lehrpersonal, das ihn unterstützte. Dieses Gymnasium ist für alle Kinder offen, egal ob sie von einer körperlichen oder geistigen Behinderung betroffen sind. Das schätzt auch der mittlerweile 11-jährige Justus, der ebenfalls Autist ist, und die Welt „verbessern“ will.

Er sagt: „Ich mag Mathematik und Geografie besonders, aber es gibt kaum etwas in der Schule, wofür ich mich nicht interessiere.“ – Die „Orientierung“ wiederholt diesen Beitrag aus dem Juni des vergangenen Jahres anlässlich des Inklusionsschwerpunkts des ORF. Der Autor hat dafür erst vor wenigen Wochen den Herbert-Pichler-Inklusions-Medienpreis erhalten.

Bericht: Zoran Dobrić, Länge: 8 Minuten

Hilfe für autistische Kinder in der Schule

„In der Grundschule hatte ich eine schwere Zeit. Ich hatte zwar Lehrer, die mich unterstützten, aber die Mitschüler mobbten mich. Sie sagten mir: ’Geh weg aus unserer Klasse! Du gehörst nicht zu uns´“, erzählte der 17-jährige Gymnasiast Erich, der an Autismus leidet, im „Orientierung“-Interview vor rund einem Jahr. Seit fast zwei Jahren war er damals am Evangelischen Realgymnasium Donaustadt, wo er sich auch willkommen fühlte. In der 6C war er umgeben von hilfsbereiten Mitschülerinnen und Mitschülern und einem Lehrpersonal, das ihn unterstützte. Dieses Gymnasium ist für alle Kinder offen, egal ob sie von einer körperlichen oder geistigen Behinderung betroffen sind. Das schätzt auch der mittlerweile 11-jährige Justus, der ebenfalls Autist ist, und die Welt „verbessern“ will.

Lebenskünstler mit Konzept: Erinnerungen an Gerhard Schwarz

Ein verschmitztes Lächeln, kluge Beobachtungen, verpackt in knappe Bonmots: So bleibt Gerhard Schwarz vielen in Erinnerung.

Er verstand es, komplexe Forschungsergebnisse simpel zu erklären. Diese Gabe nutzte der studierte Naturwissenschafter, Theologe und Philosoph bei seinen Vorträgen, als Coach in großen Unternehmen, als Publizist und Autor zahlreicher Bücher, aber vor allem auch bei Auftritten als Moderator und Dokumentarist im ORF.

Dort war er viele Jahre mit der Hauptabteilung Religion im Fernsehen eng verbunden. Am 26. April ist Gerhard Schwarz im Alter von 84 Jahren verstorben.

Bericht: Marcus Marschalek, Länge: 1 Minute

Erinnerungen an Gerhard Schwarz

Ein verschmitztes Lächeln, kluge Beobachtungen, verpackt in knappe Bonmots: So bleibt Gerhard Schwarz vielen in Erinnerung. Er verstand es, komplexe Forschungsergebnisse simpel zu erklären. Diese Gabe nutzte der studierte Naturwissenschafter, Theologe und Philosoph bei seinen Vorträgen, als Coach in großen Unternehmen, als Publizist und Autor zahlreicher Bücher, aber vor allem auch bei Auftritten als Moderator und Dokumentarist im ORF. Am 26. April ist Gerhard Schwarz im Alter von 84 Jahren verstorben.

Moderation: Sandra Szabo
Sendungsverantwortung: Norbert Steidl