Endlich real statt digital

Themen: Buchhandlungen haben wieder geöffnet; Religiöse Tätowierungen; Die jüdische Gemeinde in Lemberg

Bücher zum Greifen

Mit den Lockerungen der Corona-Maßnahmen haben auch die Buchgeschäfte wieder aufgemacht und damit kann man als Kunde oder Kundin auch wieder im in der Buchhandlung stöbern und muss dies nicht mehr digital tun.

Praxis
Mittwoch, 24.6.2020, 16.05 Uhr, Ö1

Doch auch auf das Angebot hat sich die Corona-Krise ausgewirkt: Es gibt eine Auswahl an Büchern, die sich mit Covid-19 beschäftigen, die Literatur aus Religion, Spiritualität, Philosophie bis hin zur Lebenshilfe anbieten, auch zahlreiche Werke aus den genannten Sparten, die in oder aufgrund der Corona-Krise entstanden sind und nun sehr gefragt sind. Brigitte Krautgartner hat sich in zwei Buchhandlungen umgesehen.

Religiöser Schmuck, der unter die Haut geht

Lange Zeit wurden Tätowierungen in den großen (abrahamitischen) Weltreligionen geächtet und auch heute noch tun sich Christinnen, Juden und Muslime eher schwer damit. In anderen Kulturen und Religionen sind sie jedoch mitunter sogar hoch angesehen und haben auch spirituellen Wert. In Wolkersdorf in Niederösterreich hat sich ein Tätowierer auf religiöse Symbole spezialisiert und erst kürzlich wieder seine Pforten aufgemacht. Seit 1. Mai darf er die Haut seiner Kundinnen und Kunden unter bestimmten Auflagen wieder verzieren, die Hygiene-Bestimmungen sind von vornherein, nicht erst Corona-bedingt sehr streng. Gefragt sind sowohl christliche Symbole wie das Kreuz und Marien-Abbildungen, Schriftzüge, aber auch Traumfänger oder Symbole aus der Maori-Tradition. - Gestaltung: Lena Göbl

Lemberg - Eine kleine Filiale der großen Welt

So nannte Joseph Roth 1924 die Stadt Lemberg in der heutigen Ukraine. Der Name birgt viel Vergangenheit der einstigen Hauptstadt des historischen Galiziens und damals multikulturellen Metropole. Mehr als 150.000 Jüdinnen und Juden lebten und arbeiteten vor dem Zweiten Weltkrieg im sogenannten „Jerusalem des Ostens“. Heute existiert in Lemberg nur noch eine kleine jüdische Gemeinde von nicht mehr als 2500 Personen. Einer von ihnen ist der 97-jährige Baruch Dorfman, der vermutlich letzte, dessen Muttersprache das Jiddische ist. Benjamin Breitegger war noch vor Ausbruch der Corona-Pandemie im Februar in Lemberg und hat dort auch Baruch Dorfman besucht.

Moderation: Judith Fürst

Praxis 24.6.2020 zum Nachhören (bis 23.6.2021):

Buchhinweise:

  • Clemens Sedmak, „Hoffentlich“, Verlag Tyrolia
  • Anselm Grün, „Quarantäne“, Verlag Herder
  • Rutger Bregman „Im Grunde gut“, Verlag Rowohlt
  • Silke Mallmann, „Goldfäden zwischen Himmel und Erde“, Verlag Herder
  • Gerhard Lohfink, „Die vierzig Gleichnisse Jesu“, Verlag Herder
  • Melanie Wolfers „Trau dich, es ist dein Leben“, Verlag Bene

Link:

Tattoo Studio in Wolkersdorf