Hadsch heuer nur für Gläubige innerhalb von Saudi-Arabien

Hadsch heuer nur für Gläubige innerhalb von Saudi-Arabien
Ab Mittwoch, 29. Juli, sollte eigentlich der Hadsch beginnen – die Pilgerfahrt von Musliminnen und Muslime aus aller Welt nach Mekka. Saudi-Arabien hat den Hadsch abgesagt und lässt zur heiligen Moschee und den heiligen Stätten offiziell nur rund 1000 Gläubige, - und die müssen bereits in Saudi-Arabien leben.

Corona-Test vor, Masken während und Quarantäne nach dem Besuch von Mekka sollen verpflichtend sein, ist doch das Land schwer von der Corona-Krise betroffen. Der Hadsch gehört zu den fünf Grundpflichten des Islam. Deshalb pilgern normalerweise jedes Jahr mehr als zwei Millionen Menschen nach Mekka, darunter auch hunderte österreichische Musliminnen und Muslime. Gestaltung: Susanne Krischke

Priesterausbildung: Einführungsjahr künftig wieder in Diözesen
Das Einführungsjahr für Priesterkandidaten der österreichischen Diözesen soll helfen, Klarheit darüber zu bekommen, ob dieser Beruf für einen passt oder nicht.

Dieses sogenannte Propädeutikum findet ab dem kommenden Studienjahr nicht mehr in Linz, sondern im Priesterseminar der jeweiligen Heimatdiözese statt. 20 Jahre hindurch war das „Propädeutikum“ gebündelt - zunächst 15 Jahre in Horn, seit 2015 in Linz.

Ab dem neuen Ausbildungsjahr ab Herbst wird es ein „integriertes Propädeutikum“ geben. An der Heimatuniversität soll während des Einführungsjahres eine biblische Sprache belegt werden, außerdem ist in der Heimatdiözese auch ein Sozialpraktikum vorgesehen.

Gemeinsame, diözesanübergreifende Aktivitäten soll es dennoch geben: Theologische, spirituelle, biblische sowie persönlichkeitsbildende Kurse finden weiter in Linz statt, zu diesen sind auch die Novizinnen und Novizen der Österreichischen Ordensgemeinschaften eingeladen.

Der Grund für die Reform ist die geringe Zahl von Priesterseminarseintritten. Derzeit gibt es 143 katholische Priesterstudenten in Österreich.

Kirchenasyl: Solidaritätsaktion für Benediktinerinnen-Äbtissin
In Deutschland beschäftigt das Thema Kirchenasyl weiterhin die Öffentlichkeit. Mehr als 200 Menschen haben sich am Montagabend (27. Juli) bei einer Mahnwache in Bamberg mit Mechthild Thürmer, der Äbtissin des Stiftes Kirschletten, solidarisiert. Gegen sie sind seit Jahren mehrere Verfahren wegen der Gewährung von Kirchenasyl anhängig.

Beobachter messen dem Prozess allgemeine Bedeutung bei, denn seit Jahren warten Rechtsanwälte und Unterstützer von Kirchenasyl-Gewährenden auf eine Grundsatzentscheidung der Justiz zur Strafbarkeit dieser Praxis.

Bisher haben die bayerischen Staatsanwaltschaften in den allermeisten Fällen die Verfahren „wegen geringer Schuld“ sanktionslos eingestellt. Zuletzt erlegten sie den Beschuldigten wiederholt Geldzahlungen auf, die diese akzeptierten. Auch in Österreich hat Kirchenasyl keine rechtliche Grundlage.

Moderation: Martin Gross

Religion aktuell 28.7.2020 zum Nachhören (bis 27.7.2021):

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