„Gefillte Fisch und Soja-Latte“

Eine jüdische Beisltour: Dass einem etwas nicht ganz koscher vorkommt, das passiert häufig. Gemeint ist damit: Ich bin skeptisch, da könnte etwas nicht ganz stimmen. Koscher hingegen ist etwas, das stimmt und taugt. Das jiddische Wort kommt vom hebräischen kāšēr.

Zu 100% koscher geht es in den jüdischen Lokalen und Lebensmittelgeschäften Wiens zu. Sogar eine koschere Vinothek gibt es im zweiten Bezirk – die Weine entsprechen allesamt besonderen Reinheitsvorschriften und werden auch von einer nicht-jüdischen Klientel geschätzt.

Tradition und Trends

Worauf kommt es bei koscherer Ernährung an? Was sind ihre religiösen Hintergründe? Warum stehen Sojaprodukte so hoch im Kurs? Was lässt sich alles aus der aufblühenden jüdischen Gastro-Szene ableiten? An ethnischer Vielfalt genauso wie an gesellschaftlichen Trends…

Tao
Samstag, 26.9.2020, 19.05 Uhr, Ö1

Fragen wie diesen ist Brigitte Krautgartner im wahrsten Sinne des Wortes nachgegangen. Sie hat koschere Gerichte gekostet, die Traditionen rundherum in Erfahrung gebracht – und auch spezielle Kochtipps gesammelt.

Eines steht ja fest: Am besten schmeckt das Traditionsgericht „Gefillte Fisch“, wenn sie die jiddische Mame zubereitet hat – wie es zu den Feiertagen oft geschieht. Etwa zwischen dem Neujahrsfest Rosch Haschana (beginnend am Abend des 18. September) und dem Versöhnungstag Jom Kippur (beginnend am Abend des 27. September), der nach dem Mahl am Vorabend dann als Fasttag begangen wird.

Wer freilich ausgehen will, zum Essen oder einfach der Geselligkeit halber, wird in TAO an diesem Samstag zwischen den hohen jüdischen Feiertagen auf eine Beisltour der koscheren Art mitgenommen.

Gestaltung: Brigitte Krautgartner