Vom Zusammenbruch

Wie kann die Welt eine bessere werden? Was können wir besser machen? Es muss nicht unbedingt Silvester sein, um sich Fragen wie diese zu stellen.

Morgengedanken 2.9.2020 zum Nachhören (bis 1.9.2021):

2015 haben die Vereinten Nationen „17 nachhaltige Entwicklungsziele“ beschlossen. Bis zum Jahr 2030 sind Armut und Hunger beseitigt und die Klimakrise gestoppt. Im selben Jahr haben zwei französische Autoren in ihrem Bestseller „Wie alles zusammenbrechen kann“, detailliert beschreiben, dass Pandemien verbunden mit dem Klimawandel und politischen Fehlentscheidungen unausweichlich zu einem totalen Zusammenbruch führen.

Christian Herret
ist Pressesprecher der Dreikönigsaktion der katholischen Jungschar

Hoffnung neu denken

Welche Vision gefällt ihnen besser? In der UN-Version können wir alles zum Guten wenden, in der anderen die Apokalypse nicht mehr abwenden. So verschieden sind sie nicht. Im Plan der UNO ändern wir für einen besseren Planeten freiwillig unser Leben, unsere Art zu wirtschaften, zu konsumieren, unsere Mobilität. Die beiden Franzosen gehen davon aus, dass uns die Apokalypse dazu zwingt. Radikal ändern müssen wir uns allemal.

Wir werden lernen müssen, Hoffnung neu zu denken, darauf vertrauen, dass wir uns in einer veränderten Welt zurechtfinden, anstatt uns zu wünschen, dass alles so wird, wie es einmal war. Für uns als Christinnen und Christen doch eine leichte Übung. Ist doch der Gedanke, dass auf den Tod die Auferstehung folgt, die tröstende Hoffnung schlechthin.