„Trialog“: Juden, Christen, Muslime zum Klima

Im Rahmen eines „Trialogs“ diskutieren Vertreterinnen und Vertreter des Judentums, Christentums und des Islams, ob und was Religionen gegen die Klimakatastrophe tun (können).

Unter dem Titel „Vor uns die Sintflut? Jüdische, Christliche und Islamische Gedanken zur Klimakatastrophe“ diskutieren eine Religionsvertreterin und Religionsvertreter einerseits darüber, wie man zur „Zähmung der Ängste“ beitragen könnte. Die gehäuften Nachrichten über die Auswirkungen des Klimawandels würden bei vielen Menschen Ängste vor einer apokalyptischen Zukunft wecken, heißt es in einer Presseinformation.

Veranstaltungshinweis

„Vor uns die Sintflut?“, 16.12.2019, 19.00 Uhr, im Radio Cafe des ORF, Argentinierstraße 30A, 1040 Wien. Eintritt frei, um Voranmeldung wird gebeten.

Andererseits soll besprochen werden, wo Ressourcen in den religiösen Traditionen und Gemeinden liegen, „um die dringend notwendigen Verhaltensänderungen im persönlichen Lebensstil, aber auch in der Politik und Ökonomie zu fördern“. Welchen Beitrag die drei abrahamitischen Religionen dazu leisten können und ob überhaupt, wird ebenfalls thematisiert.

Selbstkritische Fragen

„Immerhin steht gerade die biblische Weisung, sich die Erde ‚untertan‘ zu machen, in der Auslegung durch die christlichen Kirchen des Westens unter Verdacht, an der Unterwerfung und Ausbeutung der Natur maßgeblich beteiligt zu sein“, so die Ankündigung. Gerade die Menschen der westlichen Industrienationen, die den Klimawandel großteils zu verantworten hätten, würden voraussichtlich am wenigsten unter dessen Folgen zu leiden haben.

Neues Bewusstsein entwickelt sich

In der islamischen Tradition gilt ebenfalls, dass Allah die Erde den Menschen dienstbar gemacht habe, sagte die Diskussionsteilnehmerin Ursula-Fatima Kowanda-Yassin zu religion.ORF.at. Es gebe aktuell aber Zugänge, die den Menschen als Sachwalter und somit verantwortlich für die Erde betrachten. Vor allem unter jungen Musliminnen und Muslimen beginne sich ein Bewusstsein zu entwickeln, so Kowanda-Yassin.

Unter der Leitung der Wiener Pastoraltheologin Regina Polak diskutieren Rabbiner Jehoschua Ahrens, der Beauftragte für interreligiösen Dialog im Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Hessen (Deutschland), Ursula-Fatima Kowanda-Yassin vom interdisziplinären Forschungszentrum Islam und Muslime in Europa an der Sigmund Freud Universität Wien und der Theologe Michael Rosenberger von der katholischen Privat-Universität Linz.

gold, religion.ORF.at

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