Krawall im Lutherland

Themen: Reformationsreise durch Thüringen; Ex-Dschihadist beklagt falsche Toleranz; Der Clown von Aleppo

Krawall im Lutherland - Die Kirchen und die Rechtsparteien im Osten Deutschlands

Der Osten Deutschlands - besonders Thüringen und Sachsen-Anhalt - ist so etwas wie das historische Kernland der Reformation, eine Tatsache, die auch bald 500 Jahre nachdem Martin Luther seine 95 Thesen gegen den römischen Ablasshandel veröffentlicht hat, immer noch Bestand hat.

Pfarrerin Kristin Jahn Martin Gross DDR Lutherreise Thüringen Reformationsjubiläum

EPD/Marco Uschmann

Martin Gross im Interview mit Pfarrerin Kristin Jahn

Doch diese Region ist nach Jahrzehnten kommunistischer Herrschaft in der DDR religiös ausgetrocknet, die christlichen Kirchen marginalisiert. Wie verhalten sich Christen in den sogenannten „Neuen Bundesländern“ angesichts einer Welle von Ablehnung und Gewalt gegen Flüchtlingsheime? Wie reagieren sie auf Fremdenfeindlichkeit unter den eigenen Gemeindemitgliedern? Eine Reportage aus Wittenberg, dem Zentrum der Reformation. - Gestaltung: Martin Gross

Ex-Dschihadist beklagt falsche Toleranz

Radikalisierung, Terror, das alles habe sehr wohl zu tun mit dem Bedürfnis, ein „guter Muslim“, eine „gute Muslimin“ zu sein, meint der der Ex-Dschihadist Irfan Peci, der sich heute selbst gegen Extremismus engagiert. Und er beklagt eine falsche Toleranz gegenüber extremistischen Strömungen.

Motive
Sonntag, 18.12.2016, 19.05 Uhr, Ö1

Extremismus und Radikalisierung von jungen Muslimen: Beinahe täglich ist davon in den Medien zu hören. Über das Thema ausgetauscht haben sich kürzlich Expertinnen und Experten bei der Tagung „Extremismus“ im Salzburger Bildungshaus St. Virgil. Das Besondere: Es waren auch Referenten eingeladen, die selbst schon Teil einer extremistischen Gruppierung waren. - Gestaltung: Markus Andorf

Der Clown von Aleppo

Es war ein Zeichen von ergreifender menschlicher Größe, dass mitten in der apokalyptischen Szenerie von Aleppo ein Mann im Clownkostüm durch die Straßen ging, um Kinder zum Lachen zu bringen. Bei einem Luftangriff wurde er Anfang Dezember getötet. Der evangelisch-reformierte Theologe und Pfarrer Johannes Wittich würdigt den jungen Sozialarbeiter.

Moderation: Martin Gross

Motive 18.12.2016 zum Nachhören: