40 Tage für die Seele

Themen: Fasten als spirituelle Übung; Ausstellung "60 Jahre Mormonen in St. Pölten; 70. Geburtstag von Karl Josef Kuschel; Bibelessay von Stefan Schröckenfuchs

40 Tage für die Seele – Fasten als spirituelle Übung

Fasten hat eine lange Tradition: In der Bibel wird auch im sogenannten Alten oder Ersten Testament darüber berichtet, ebenso im Neuen: Mose fastet 40 Tage und 40 Nächte, bevor er die Gesetzestafeln mit den zehn Geboten empfängt. Jesus fastet 40 Tage lang in der Wüste. Auch die christliche vorösterliche Buß- oder Fastenzeit, in den evangelischen Kirchen Passionszeit genannt, dauert 40 Tage lang.

Lebenskunst
Sonntag, 4.3.2018, 7.05 Uhr, Ö1

Fasten gilt in erster Linie als gesund für den Körper, nicht nur in der Fastenzeit werden vielfach entsprechende Kuren angeboten. Dem Fasten wird aber auch eine reinigende Wirkung für den Geist nachgesagt: Man fühlt sich befreit und erfrischt. Generell wird in den Religionen das Fasten praktiziert, um sich von Altlasten frei zu machen und sich spirituell zu erneuern. Judith Fürst hat darüber mit einem katholischen Theologen und Seelsorger und mit einer Theologin und evangelischen Pfarrerin gesprochen.

Von Joseph Smith und dem Engel Moroni – Die Schau „60 Jahre Mormonen in St. Pölten“

Seit 60 Jahren gibt es ein Gemeindehaus der Mormonen in der niederösterreichischen Landeshauptstadt. Und „60 Jahre Mormonen in St. Pölten“ lautet auch der Titel der Ausstellung, die zu diesem Anlass noch bis 18. März im Stadtmuseum St. Pölten zu besuchen ist. Die Schau beleuchtet die Geschichte der „Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“ - so lautet der volle Name der hierzulande nur wenig bekannten in den USA entstandenen Glaubensgemeinschaft, die in Österreich übrigens seit 1955 staatlich anerkannt ist. Valentina Bobi hat Wolfang Scholle getroffen, einem sogenannten hohen Rat der Mormonenkirche, und mit ihm die Ausstellung besucht.

Blicke, weit über den katholischen Tellerrand hinaus – Karl Josef Kuschel zum 70. Geburtstag

Karl Josef Kuschel (* 6. März 1948 in Nordrhein-Westfalen) war von 1995 bis 2013 Professor und Akademischer Direktor für Theologie der Kultur und des Interreligiösen Dialogs an der Katholisch-Theologischen Fakultät sowie stellvertretender Direktor des Instituts für Ökumenische und Interreligiöse Forschung der Universität Tübingen. Hinter den trockenen akademischen Hierarchiebezeichnungen verbirgt sich im Fall Karl Josef Kuschels ein durchaus nicht trockener, sondern stets neugieriger Blick über den Tellerrand der Theologie im engeren Sinn. Denn Kuschel, lange Jahre ein enger Mitarbeiter des ebenso bedeutenden wie umstrittenen katholischen Theologen Hans Küng, interessiert sich vehement für zeitgenössische Literatur und ihre Bezüge zum Transzendenten. Und er interessiert sich für die religiösen Haltungen und Überzeugungen anderer Religionen, was ihn zu einem der Vordenker auf dem Gebiet des interreligiösen Dialogs gemacht hat. Cornelius Hell gestaltet ein Porträt anlässlich des 70. Geburtstags von Karl Josef Kuschel.

Heilig leben? – Bibelessay zu 1 Petr 1, 13 - 21

Der im Neuen Testament enthaltene sogenannte 1. Brief des Apostels Petrus ist mit einiger Wahrscheinlichkeit nicht von Petrus verfasst worden, sondern von einem anonymen Schreiber in der zweiten Hälfte des ersten Jahrhunderts an urchristliche Gemeinden in Kleinasien ergangen. Ein Ausschnitt daraus wird am 3. Sonntag der Fasten- oder Passionszeit in evangelischen Kirchen als Predigttext gelesen. In der Lebenskunst spricht dazu der Superintendent der evangelisch-methodistischen Kirche in Österreich, Stefan Schröckenfuchs.

Bibelessay zu 1 Petr 1, 13 - 21

Moderation: Martin Gross

Lebenskunst 4.3.2018 zum Nachhören:

Link:

Sonderausstellung 60 Jahre Mormonen in St. Pölten