Jahreswechsel

Papst zelebriert wegen Nervenentzündung keine Jahreswechsel-Feier

Papst Franziskus wird wegen einer schmerzhaften Entzündung des Ischiasnerves nicht wie geplant die liturgischen Feiern zum Jahreswechsel leiten. Allerdings werde er das Mittagsgebet am 1. Jänner wie geplant in der Bibliothek des Apostolischen Palastes sprechen, gab das vatikanische Presseamt am Donnerstag bekannt.

Anstelle des 84-jährigen Kirchenoberhaupts soll Kardinaldekan Giovanni Battista Re die feierliche Dankvesper zum Jahresschluss am Silvester-Nachmittag im Petersdom leiten. Der Neujahrsmesse am 1. Jänner steht Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin vor.

Wie der Sprecher weiter erklärte, will Franziskus hingegen das Mittagsgebet am Neujahrstag halten. Das Gebet und die Ansprache werden wie vorgesehen aus der Bibliothek des Apostolischen Palastes übertragen.

Papst Franziskus
AFP/Photo/Vatican Media Handout
Papst Franziskus leidet an einer schmerzhaften Entzündung des Ischiasnerves

„Te Deum“ zum Abschluss der Vesper

Traditionell beendet der Papst das Jahr zu Silvester mit einem feierlichen Abendgebet im Petersdom. Zum Abschluss der Vesper erklingt das „Te Deum“, ein Lobgesang auf die Größe Gottes und eine Bitte um Erbarmen. Aufgrund der Pandemielage findet der Gottesdienst dieses Mal in einem stark eingeschränkten Kreis im Chorraum des Petersdoms statt. Zum Jahreswechsel 2019 hatten noch Tausende Gläubige in der Basilika und auf dem Petersplatz teilgenommen.

Kardinal Re steht als Vorsitzender des Kardinalskollegiums protokollarisch an zweiter Stelle hinter dem Papst. Der gebürtige Norditaliener vollendet am 30. Jänner sein 87. Lebensjahr. Der vatikanische Kardinalstaatssekretär Parolin leitet für den Papst die Spitzenbehörde für die diplomatischen Aktivitäten des Heiligen Stuhls. Der 65-Jährige wurde erst Mitte Dezember nach einer Operation aus der Klinik entlassen.