Coronavirus-Impfung im Stephansdom
APA/Herbert Neubauer
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Coronavirus

Impfaktion im Stephansdom wird verlängert

Aufgrund des Erfolgs der Impfstation im Wiener Stephansdom soll die Aktion nun bis 3. Oktober fortgesetzt werden. Das berichtete die römisch-katholische Nachrichtenagentur am Donnerstag mit Verweis auf das Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ).

Bisher ließen sich knapp 600 Menschen im Stephansdom impfen. „Ich freue mich, wenn die Aktion verlängert wird“, sagte Dompfarrer Toni Faber. Man plane bereits den Betrieb der Impfstraße über den 22. August hinaus, um zu gewährleisten, dass auch weiterhin das religiöse Leben im Dom von der Aktion unbeeinflusst bleibe.

Seit 12. August wird im Wiener Stephansdom von Donnerstag bis Sonntag jeweils von 10 bis 21 Uhr eine Impfung angeboten. Ursprünglich sollte die Aktion am 22. August enden, nun wird sie bis Anfang Oktober verlängert. Personen über 18 Jahre erhalten demnach weiterhin den Impfstoff von Johnson & Johnson, 12- bis 17-Jähre bekommen Biontech/Pfizer. Eine Anmeldung ist nicht notwendig, mitzunehmen ist lediglich ein Ausweis und wenn möglich die E-Card. Auch an den Impfzeiten soll sich nichts ändern.

Überrascht über Andrang

Dompfarrer Faber hatte sich bereits zum Start der Aktion über den großen Andrang überrascht gezeigt. Er freue sich, wie gut das Angebot angenommen werde. Teilweise waren lange Wartezeiten in Kauf zu nehmen, sodass die Stadt Wien zeitweise ein zweites Impfteam zum Einsatz in den Stephansdom schickte. Kritik an der Impfstraße hatte Faber mehrfach gekontert und betont, dass das religiöse Leben im Stephansdom durch die Impfaktion in keiner Weise beeinflusst werde.

Bei der Eröffnung der Impfstation hatte auch Kardinal Christoph Schönborn die Wichtigkeit der Impfung hervorgehoben: „Der Stephansdom ist ein geeigneter Ort, um daran zu erinnern, dass Impfen etwas mit Selbstschutz, Nächstenliebe und andere zu schützen zu tun hat. Deshalb glauben wir, dass der Stephansdom dafür ein guter Platz ist“.

Steiermark will auf Kirchen setzen

Auch das Land Steiermark hatte in dieser Woche bekannt gegeben mit Unterstützung der Kirchen, die Impfaktion weiter voranzutreiben. So seien Pfarren und Seelsorgeräume eingeladen, eigene Impfaktionen in Abstimmung mit den Gemeinden durchzuführen. Unterstützt wird die Aktion von der katholischen und der evangelischen Kirche. Die Coronavirus-Impfung helfe „von Gott geschenktes Leben zu schützen. Das eigene und das andere“, betonte der steirische Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl.

Nicht nur in Kirchen wird geimpft: Am Freitag 20. August wird die Stadt Wien mit einem ihrer Impfbusse vor der Moschee in der Gudrunstraße in Wien-Favoriten präsent sein. Geimpft werden soll von 11 bis 20 Uhr, eine Anmeldung ist auch hier nicht nötig.