Gedanken für den Tag

Eine feuilletonistische Miniatur unmittelbar vor dem Morgenjournal, Reflexion kurz vor den News: Ein Gedanke zum „Beginn des Tagesgeschehens“, der manches in einem anderen Licht erscheinen lässt.

Mehr dazu im Sendungsprofil Gedanken für den Tag.

Freitag, 12.8.2022, Michaela Obertscheider 12.8. 7.00 Uhr

Vom Fühlen und Erfüllen

Viktor Hugo: „Melancholie ist das Vergnügen traurig zu sein.“ Wenn wir mit sogenannten negativen Gefühlen oder Zuständen konfrontiert sind, ist das nicht immer schön, oft nicht angenehm, aber meist notwendig.

Donnerstag, 11.8.2022, Michaela Obertscheider 11.8. 7.00 Uhr

Von der Überforderungsanforderung

Spitzt die Ohren und die Stifte! Ich will einen Antrag stellen. Für ein Projekt. Meine künstlerische Idee dafür – die ich natürlich sehr gut und förderungswürdig finde – kostet mich nur ein paar Minuten, aber der Förderantrag selbst meine Nerven und eine große Portion Humor.

Mittwoch, 10.8.2022, Michaela Obertscheider 10.8. 7.00 Uhr

Macht schnell langsam!

Warum und wofür Entschleunigen? Wofür so viel Ge-TUE ums Nichts Tun? Es gibt eine Metapher für übermäßige Erschöpfung und wie das geschehen kann, dass wir unsere Belastungsgrenze übersehen. Oder vielmehr über-spüren.

Dienstag, 9.8.2022, Michaela Obertscheider 9.8. 7.00 Uhr

Flieg nicht zu hoch!

Es hat etwas Besonderes, wenn erwachsene Personen ausrutschen und hinfallen, dann sind wir besorgt. Zurecht. Kinder sind näher am Boden dran. Und fallen oft. Sie fallen viel und gekonnter.

Montag, 8.8.2022, Michaela Obertscheider 8.8. 7.00 Uhr

Geh mit der Zeit!

Ich verbringe viel Zeit damit, über Zeit nachzudenken. Über Zeit-Qualitäten. Über Chronos: die gemessene Zeit. Kairos: die innerlich gefühlte Zeit.

Samstag, 6.8.2022 Dominik Barta 6.8. 7.00 Uhr

Wie viel „Nähe“ wir unseren Mitmenschen zugestehen

Kaum ein westlicher Philosoph hat der „Nähe“ eine solch grundlegende Bedeutung gegeben wie David Hume. Für David Hume ist alles Denken ein Übergehen vom Nahen und Bekannten auf Entfernteres und Abstrakteres.

Freitag, 5.8.2022 Dominik Barta 5.8. 7.00 Uhr

Die feinen Grenzen

Nicht nur das intime, zwischenmenschliche Dasein kennt ein „Zu-Viel“ an Nähe. Generell profitiert die menschliche Gesellschaft davon, wenn bei aller Nähe und Nachbarschaft immer wieder die feinen Grenzen erkennbar werden, durch welche wir voneinander getrennt sind.

Donnerstag, 4.8.2022 Dominik Barta 4.8. 7.00 Uhr

Wenn die Nähe zum Hindernis wird

Räumliche Nähe kann die Sympathie befördern. Zwischen zwei Fremden reicht es manchmal, dass sie sich auf Tuchfühlung miteinander erleben (z.B. im Zug oder in der U-Bahn), um eine Art Vertrauen entstehen zu lassen.

Mittwoch, 3.8.2022 Dominik Barta 3.8. 7.00 Uhr

Die Sitznachbarschaft

Laut der amerikanischen Philosophin Nancy Rosenblum wird der richtige Umgang mit unseren Nachbarn durch das einfache Motto „Leben und Leben-Lassen“ beschrieben.