Kampf ums Geschlecht

Das Beste zum Wiederhören: Frauenbilder der Flüchtlinge; Streitpunkt Gender

(K)eine Frau zum Heiraten? – Frauenbilder der Flüchtlinge

Im Rahmen der Sommerserie „Das Beste zum Wiederhören“ geht es in dieser Sendung um sogenannte „heiße Eisen“, also durchaus kontroversiell diskutierte gesellschaftspolitische Themen Die sexuellen Übergriffe zahlreicher Männer in der Silvesternacht in Köln 2015/16 haben damals wochenlange Debatten nach sich gezogen. Augenzeugen und Opfer haben ausgesagt, die Täter seien dem Aussehen nach größtenteils nordafrikanischer oder arabischer Herkunft gewesen. Auch Flüchtlinge, Asylwerber sollen unter ihnen gewesen sein. Die Wogen sind daraufhin hochgegangen - und haben sich bis heute nicht geglättet, bekommen allerdings auch immer wieder neue Nahrung.

Praxis
Mittwoch, 16.8.2017, 16.05 Uhr, Ö1

Wir haben diese scheinbar verfahrene Debatte im Vorjahr zum Anlass genommen, um die Frauenbilder der Flüchtlinge, die nach Österreich kommen, zu thematisieren. Welche Rollenbilder haben die Menschen geprägt, die nach Österreich flüchten? Inwiefern sind sie im Islam verwurzelt? Sind sie kompatibel mit den viel zitierten „westlichen Werten“? Kerstin Tretina hat mit Feministinnen, Religionswissenschaftlerinnen, Soziologen, Flüchtlingsbetreuerinnen und nicht zuletzt Flüchtlingen über die Frage gesprochen: Welche Frauenbilder bringen Flüchtlinge eigentlich mit? - Gestaltung: Kerstin Tretina

Kampf ums Geschlecht - Streitpunkt Gender

Als Mann und Frau schuf er sie - so lautet die Schöpfungserzählung in der biblischen Tradition. Von dieser eindeutigen Auffassung von Geschlecht ist heute - auch dank der Geschlechterforschung - nicht mehr viel übrig. Von Geschlecht als sozialem Konstrukt ist da etwa die Rede. Das sogenannte Gender-Mainstreaming hat in der einen oder anderen Ausformung mittlerweile weite Bereiche des gesellschaftlichen Lebens erreicht. Zum Leidwesen von Traditionalisten: Nicht zuletzt die römisch-katholische Kirche hat gravierende Probleme mit den zeitgenössischen Gender Studies - von Gender-„Ideologie“ sprechen manche religiöse Kritikerinnen und Kritiker. Für den mittlerweile ehemaligen Präfekten der vatikanischen Glaubenskongregation Kardinal Gerhard Ludwig Müller führe diese Ideologie gar zu einer „kompletten Zerstörung der menschlichen Grundlagen“, wie er am Rande der Familiensynode 2015 gewarnt hat. Doch auch in der katholischen Kirche sind die Stimmen dazu vielfältig und nicht so eindeutig, wie sich das so mancher wünschen würde. - Gestaltung: Kerstin Tretina

Moderation: Alexandra Mantler

Praxis 16.8.2017 zum Nachhören: