100 Tage Regierung – Und die Religion?

Themen: Religionspolitische Vorhaben der österreichischen Regierung; Ein Schulbesuch mit Islam-Kritikerin Zana Ramadani; Vorsynode der Jugend in Rom

Gretchenfrage an die Regierung - Analyse ihrer religionspolitischen Vorhaben

Gute 180 Seiten ist es stark, das Regierungsprogramm der aktuellen türkis-blauen Regierung. Darin sind auch zahlreiche explizit religionspolitische Vorgaben und Vorhaben zu finden, zum Beispiel im Bereich des Religionsunterrichts an Schulen. An vielen anderen Stellen geht es aber hauptsächlich um eines: den Islam in Österreich und wie er besser kontrolliert werden könnte, meinen Experten. Dem Kampf gegen den politischen Islam hat die aktuelle Regierung gleich ein eigenes Kapitel gewidmet.

Praxis
Mittwoch, 28.3.2018, 16.05 Uhr, Ö1

Das Ö1-Religionsmagazin „Praxis" stellt nach 100 Tagen Regierung die Gretchenfrage: Wie hält es die aktuelle türkis-blaue Regierung mit der Religion? Eine Analyse der wesentlichen religionspolitischen und religionsrechtlichen Maßnahmen, die das Regierungsprogramm verspricht. - Gestaltung: Kerstin Tretina

Mit starker Stimme für die Rechte von Frauen - Ein Schulbesuch mit Islam-Kritikerin Zana Ramadani

Zana Ramadani gilt als eine der pointiertesten und schärfsten Kritikerinnen eines fundamentalistischen Islam in Deutschland. Die Autorin und Mitbegründerin der Frauenprotest-Bewegung FEMEN in Deutschland kämpft für die Rechte von Frauen. Die heute 34-jährige Zana Ramadani, die in einer muslimisch geprägten Familie in Mazedonien aufgewachsen ist, kritisiert patriarchale Familienstrukturen sowie konservative Rollen- und Geschlechterzuschreibungen. Auf Einladung des Österreichischen Integrationsfonds, Partner des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres, hat sie als sogenannte „Integrationsbotschafterin“ eine Wiener Neue Mittelschule besucht. Julia Wötzinger war dabei und hat mit Zana Ramadani über ihre persönlichen Erfahrungen und ihre Kritik gesprochen. - Gestaltung: Julia Wötzinger

Keine Angst vor heißen Eisen: Vorsynode der Jugend in Rom

Jugendliche würden in der katholischen Kirche zu wenig gehört werden, hat Papst Franziskus schon in seiner Eröffnungsrede zur sogenannten Vorsynode in Rom beklagt und will das ändern. Fünf Tage lang hatten 300 Jugendliche und junge Erwachsene aus fünf Kontinenten diskutiert. Die „Vorsynode der Jugend“ in Rom hat ihr Abschlussdokument fast einstimmig verabschiedet und am Sonntag Papst Franziskus übergeben. Das 16-seitige Dokument soll auch Gegenstand der Beratungen der katholischen Bischöfe aus aller Welt im Oktober sein.

Bei der Bischofssynode soll es - wie schon jetzt beim Vortreffen - um die Lebenswelt junger Menschen, ihr Verhältnis zu Kirche und Glaube sowie ihre Lebensentscheidungen gehen. ORF-Rom-Korrespondentin Mathilde Schwabeneder war dabei. - Gestaltung: Mathilde Schwabeneder

Moderation: Alexandra Mantler

Praxis 28.3.2018 zum Nachhören:

Mehr dazu:

Vorsynode in Rom verabschiedet Abschlussdokument
(religion.ORF.at/KAP; 24.3.2018)

Buchhinweise:

  • Zana Ramadani, „Sexismus. Über Männer, Macht und #Frauen“, Europaverlag
  • Zana Ramadani, „Die verschleierte Gefahr. Die Macht der muslimischen Mütter und der Toleranzwahn der Deutschen“, Europaverlag

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