Göttlich gelacht - Religionskomödien

Themen: Religionskomödien mit Tiefgang; Baustelle Hospiz- und Palliativversorgung; Frauen in der arabischen Welt fordern ihr Erbe

„Womit haben wir das verdient?“ – Religionskomödien mit Tiefgang

„Womit haben wir das verdient?“ - so heißt ein Film, der am 30. November ins Kino kommt. Die österreichische Produktion mit Nestroy-Preisträgerin Caroline Peters und Simon Schwarz in den Hauptrollen thematisiert auf humorvolle Art und Weise ein durchaus ernstes Familienszenario: Die 16-jährige Nina, die schon Erfahrung mit Alkoholkonsum und Cannabis hat, gibt ihrem Leben eine neue Wendung - und konvertiert zum Islam. Mit Kopftuch, Fasten im Ramadan - und allem was sonst noch für sie dazu gehört.

Praxis
Mittwoch, 28.11.2018, 16.05 Uhr, Ö1

In der sehr liberalen, sehr agnostischen und liebenswert-chaotischen Patchwork-Familie, deren Teil sie ist, führt das zu allerlei höchst unterhaltsamen Situationen - und auch zu durchaus tiefgründigen Diskussionen.

Brigitte Krautgartner hat den Film gesehen und ihn zum Anlass genommen, um den Blick auf ein Phänomen zu werfen, das man schon als eigenes Kinogenre betrachten kann: die Religionskomödie. Was einst mit Fernandel als Don Camillo begonnen hat, mit Louis de Funès als Rabbi Jacob Groß und Klein begeistert hat, bis hin zu Monsieur Pierre mit seiner interreligiösen Riege an Schwiegersöhnen ist weit mehr als nur Klamauk. Das hat sie im Gespräch mit Fachleuten in Erfahrung gebracht. Und sie bietet auch Hörproben aus der Komödie „Womit haben wir das verdient?“. - Gestaltung: Brigitte Krautgartner

Würde bis zuletzt? - Baustelle Hospiz- und Palliativversorgung

Der Gedanke an die eigene Endlichkeit fällt wohl niemandem leicht. Doch wenn man schon sterben muss, dann zu Hause. Oder wenn das nicht geht, dann zumindest liebevoll umsorgt und in Würde. Das wünschen sich viele Menschen. Etwa 80.000 Menschen sterben alljährlich in Österreich, davon 70 Prozent in Institutionen.

Der Dachverband Hospiz Österreich setzt sich massiv für ein „gutes Leben bis zuletzt“ und ein „Sterben in Würde“ ein. Voraussetzung dafür wäre eine flächendeckende und leistbare Palliativ- und Hospizversorgung.

Anlässlich seines 25-jährigen Bestehens hat der Dachverband Hospiz Österreich vor Kurzem gemeinsam mit der Caritas Österreich, der Diakonie Österreich, Wiens mobilem Kinderhospiz und Kinderpalliativteam MOMO, dem Österreichischen Roten Kreuz und der Vinzenz Gruppe Verbesserungen im Bereich der „ewigen Baustelle“ Hospiz- und Palliativversorgung gefordert. - Gestaltung: Maria Harmer

Frauen fordern ihr Erbe in der arabischen Welt

Eine geplante Erbrechtsreform polarisiert derzeit Tunesien - das einzige Land, das nach dem Umbruch von 2011 eine eher demokratische Entwicklung genommen hat. Nach islamischem Recht, der Scharia, erben Töchter bisher nur den halben Anteil eines Sohnes - nach dem Willen der Regierung sollen sie künftig gleiche Anteile erhalten.

Diakonie Maria Katharina Moser Vinzenz Michael Heinisch MOKI Renate Hlauschek Caritas Michael Landau Hospiz Waltraud Klasnic Rotes Kreuz Gerald Schöpfer

ORF/Maria Harmer

Maria Katharina Moser, Diakonie; Michael Heinisch, Vinzenz Gruppe; Renate Hlauschek, MOKI; Michael Landau, Caritas; Waltraud Klasnic, Hospiz; Gerald Schöpfer, ÖRK

Das bleibt aber nicht unwidersprochen, und die Kontroverse hat auch andere mehrheitlich muslimische Länder erreicht. Auch das Scheidungsrecht oder der Umgang mit sexueller Belästigung oder Gewalt in der Ehe, das sind Themen, die derzeit - und schon seit langem - Frauenrechts-Aktivistinnen in Tunesien, Ägypten und den palästinensischen Gebieten beschäftigen. Einige dieser Frauen haben in den vergangenen Wochen Wien besucht. Lise Abid hat mit ihnen über die Situation der arabischen Frauenbewegungen und die Themen, die diese derzeit umtreiben, gesprochen.

Moderation: Alexandra Mantler

Praxis 28.11.2018 zum Nachhören:

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