Evangelischer Bischof: Michael Chalupka

Themen: Michael Chalupka ist neuer evangelischer Bischof; Gestrandete Migrant/innen zwischen USA und Mexiko; Muslimische Jugend gegen Antisemitismus

Michael Chalupka ist neuer evangelischer Bischof

Die evangelische Kirche A.B. hat seit dem Abend des 4. Mai mit Michael Chalupka einen neuen Bischof. Bis die Nachfolge des aus Altersgründen ausscheidenden Michael Bünker geklärt war, brauchte es aber nicht weniger als zwölf Wahlgänge in der Synode, bis sich der langjährige Direktor der Diakonie Österreich gegen seine Mitbewerber durchgesetzt hatte und eine Zweidrittelmehrheit auf sich vereinen konnte.

Praxis
Mittwoch, 8.5.2019, 16.05 Uhr, Ö1

Chalupka ist seit vielen Jahren präsent im gesellschaftlichen Diskurs Österreichs und war eine prominente Stimme aus dem Kreis der sozialen Hilfsorganisationen. Im Praxis-Gespräch mit Martin Gross gibt er darüber Auskunft, ob man nun einen „anderen“ Michael Chalupka kennen lernen werde, was und wer seine persönliche Religiosität geprägt hat, wie er sein Verhältnis zu den anderen christlichen Kirchen beschreibt und was er als Bischof in der „Causa Karfreitag“ weiter zu tun gedenkt.

Endstation Grenze - Gestrandete Migrant/innen zwischen Mexiko und den USA

Tausende Menschen aus Guatemala, El Salvador und Honduras fliehen jeden Monat vor Armut und Gewalt in ihren Heimatländern und versuchen, über Mexiko in die USA zu gelangen. Allein im vergangenen Februar wurden an der Südgrenze der USA 76.000 Migranten aufgegriffen - das ist die höchste Zahl seit zwölf Jahren.

Ciudad Juarez liegt in Mexiko, gegenüber von El Paso in Texas, die Städte sind durch vier Brücken miteinander verbunden - und durch die Grenze voneinander getrennt.

Pater Juan Carlos Quirarte Méndez ist Koordinator von „Interamerica“, dem Netzwerk aller Sozialeinrichtungen der Salesianer Don Boscos in Amerika - dieses umfasst insgesamt 18 Länder. Auf Einladung von „Jugend Eine Welt“ war Juan Carlos Quirarte Méndez in Wien und hat mit Maria Harmer über die aktuelle Situation in Ciudad Juarez und die Projekte der Salesianer für jugendliche Migrantinnen und Migranten gesprochen.

Best Practice: Muslimische Jugend gegen Antisemitismus

Eine Jury aus Europaabgeordneten und Jugendvertreterinnen hat das Antisemitismus-Projekt der Muslimischen Jugend Österreich für den internationalen Jugendkarlspreis 2019 nominiert, der Ende Mai vom Europäischen Parlament verliehen wird. Neben Workshops und Treffen mit einer Zeitzeugin wurden auch Reisen zu ehemaligen KZs unternommen. Die MJÖ erreichte mit dem Projekt etwa 1.000 Jugendliche. Das Projekt wurde am Montag bei einer Veranstaltung im Haus der EU offiziell beendet. Mit dabei war auch der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Oskar Deutsch. Nermina Mumic, eine der Vorsitzenden der MJÖ, skizzierte den Ausgangspunkt des Projekts, nämlich, dass man sich als österreichische Jugendliche der eigenen Geschichte stellen habe wollen. Dabei sei klar, dass man auch nicht habe leugnen wollen, dass es unter Musliminnen und Muslimen Antisemitismus gebe. Islamische Gläubige als Verantwortliche für Antisemitismus darzustellen, sei aber eine massive Verzerrung der Tatsachen. - Gestaltung: Ewald Wurzinger

Moderation: Alexandra Mantler

Praxis 8.5.2019 zum Nachhören (bis 7.5.2020):

Mehr dazu:

Praxis 2.11.2018: Gedenkreise der muslimischen Jugend nach Auschwitz

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