Besetzt mit Vorurteilen

Dass der Welt-Aids-Tag gefeiert wird, ist gut. Und es war damals notwendig, den einzuführen.

Gedanken für den Tag 27.11.2018 zum Nachhören:

Das war damals diese Zeit, wo das diese ganz furchtbare Geschichte war, weil man ja nichts machen konnte, wo immer mehr Menschen daran erkrankt sind und Heilungschancen gab es keine, Medikamente gab es keine. Das ins Bewusstsein zu rufen und einfach auch dieses Thema unters Volk zu bringen.

Clemens Kriz
ist Pater des Ordens der Trinitarier und Aidsseelsorger der Erzdiözese Wien

Aids - nach wie vor aktuell

Denn es kam schon unters Volk, aber in welcher Weise? Besetzt mit Vorurteilen, besetzt mit Falschmeldungen, besetzt mit allen möglichen Dingen, aber nicht auf eine sachliche Weise. Und ich denke mir, bei diesen vielen Tagen, die wir im Lauf des Jahres haben, vom Apfel begonnen bis zur Katze, war es wirklich notwendig, dass man auch so einen Tag einführt, um auch gezielt verschiedenste Veranstaltungen machen zu können, auch gezielt Aufklärungsveranstaltungen machen zu können.

Jetzt natürlich schaut die Situation anders aus, die Möglichkeiten der Behandlung sind besser und sind eigentlich großartig in dieser Zeit, aber es ist trotzdem noch notwendig, weil solange sich Menschen immer noch infizieren muss es einfach sein. Und man eh ein bisserl den Eindruck, als ob Aids etwas verschwunden wäre, es wird wesentlich weniger drüber gesprochen, und ich denke dieser eine Tag ist dann ganz gut, weil da muss man dann zumindest drüber reden und da muss man’s zumindest auch sagen.

Musik:

Queen: „Too much love will kill you“ von Brian May, Frank Musker und Elizabeth Lamers
Label: Parlophone 8827452

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