Friede in der Welt

Der Friede in der Welt ist mehr als bedroht. Neben vielen Aktionen und Initiativen gehört auch das Gebet zu einer nicht zu unterschätzenden Kraft. Auch dazu gibt es interessante Geschichten.

Morgengedanken 26.11.2017 zum Nachhören:

Wesentliches im Leben ist oft leise und produziert selten Schlagzeilen. Es geschieht einfach - und von Menschen in Eigenverantwortung.

Wilfried M. Blum
ist römisch-katholischer Pfarrer in Rankweil in Vorarlberg

Ein Tag für ein Stoßgebet

Im vergangenen Sommer weilte ich für einige Tage im Gästehaus Maria Lindenberg im Schwarzwald in der Nähe von Freiburg im Breisgau. Am selben Ort befindet sich eine kleine Wallfahrtskirche. Warum erzähle ich das? 1955 hat eine Gruppe von Männern aus der Erzdiözese Freiburg am Grab des Heiligen Bruder Klaus in der Schweiz die Reise von Bundeskanzler Konrad Adenauer nach Moskau betend begleitet. Das Ergebnis der Reise war die Freilassung der letzten deutschen Kriegsgefangenen aus Russland. Es war aber auch die Geburtsstunde der Gebetswache auf dem Lindenberg. Seither kommen das ganze Jahr hindurch Männer aus den verschiedenen Diözesen Deutschlands, um rund um die Uhr in Anbetung für den Frieden der Welt zu beten.

Es hat mich mehr als beeindruckt. Wahrscheinlich gibt es noch andere Orte auf dieser Welt, an denen inständig um den Frieden gebetet wird. Es ist nötiger denn je. Paulus erinnert im Brief an die Gemeinde in Thessaloniki eindringlich daran: „Haltet Frieden untereinander… Betet ohne Unterlass!“ (1Thess5,13.17) Es ist Sonntag – ein Tag für ein Stoßgebet um Frieden in der Welt.