Bremszonen

Oft geht es sich ja nicht aus – aber in den Weihnachtsferien könnte man die Gelegenheit dazu nützen: Lebensmittel und Gegenstände des täglichen Bedarfs einmal ganz entspannt zu besorgen – die ganze Familie gemeinsam.

Morgengedanken 3.1.2018 zum Nachhören:

Ich persönlich find es ja eher blöd, dass das Obst und Gemüse gleich beim Eingang in den Supermarkt steht. Das Obst liegt dann ganz unten im Einkaufswagerl. Wenn später etwas Schweres dazu kommt, beginnt das Umschlichten.

Christin Herret
ist Pressereferent der Dreikönigsaktion

Marketingstrategien

Aus Sicht des Käufers ergibt das keinen Sinn. Aus Sicht des Supermarkts schon: Wir befinden uns in einer sogenannten „Bremszone“. Ein schön angerichteter Obst- und Gemüsestand stellt sich uns gleich am Eingang in den Weg und bremst uns ein. Der Eindruck von Frische und Natur nimmt uns die Hektik aus den Schritten. Wir sollen uns wohlfühlen und langsam durch den Supermarkt gehen. Wer länger im Markt verbleibt, kauft erwiesenermaßen mehr. Kritische Geister sprechen davon, dass wir mit unfairen Methoden zum Kaufen verführt werden, dass der Konsument beim Einkaufen ausgetrickst wird.

Ich bin da eher ein simples Gemüt. Ich mag das, wenn sich jemand überlegt, was man tun kann, damit ich mich wohlfühle. Und ich überlege mir, wie ich gute Marketingstrategien in mein Leben einbauen kann. Um beim Eingangsbereich des Supermarktes zu bleiben: Wie kann ich mir meine eigenen „Bremszonen“ schaffen, die mich davon abhalten, ganz einfach so durch den Tag, durch die Woche zu rauschen und die mich zum Verweilen einladen, wenn es wieder einmal zu hektisch wird.