Gerechtigkeit

Auch wenn es schon einmal als aktueller empfunden wurde – das Thema Flüchtlinge ist noch immer präsent. Hin und wieder auch in Form von Erfolgsgeschichten.

Morgengedanken 20.2.2018 zum Nachhören:

Er hat es geschafft. Nennen wir ihn Mustafa. Er ist aus Afghanistan, hat das Bleiberecht in Österreich bekommen, den Pflichtschulabschluss nachgeholt und jetzt eine Lehre als Elektriker beginnen können.

Brigitte Knünz
leitet das Werk der Frohbotschaft in Batschuns, Vorarlberg

Was braucht ein Mensch?

Das klingt wirklich großartig. Ist es auch. Doch so einfach wie es in aller Kürze daher kommt, ist es nun auch wieder nicht: Jedes Praktikum zwischendurch während der Ausbildung stoppte die Mindestsicherung – womit sollte er die Miete bezahlen? Die Lehre ist eine überbetriebliche Lehrausbildung des AMS – auf ein Jahr gesichert. Und dann? Mit 760 Euro monatlich muss er die Miete und den Lebensunterhalt bestreiten.

Im heutigen Evangelium lese ich: „Gib uns heute das Brot, das wir brauchen“. Ich frage mich: Was braucht ein Mensch täglich zum Leben? Und: Braucht ein hiesiger Mensch mehr als ein ausländischer Mensch für das tägliche Leben in unserem Staat? Mein Verstand sagt mir: Nein, alle brauchen gleich viel. Was ist Gerechtigkeit?