Duft der Liebe

In der Früh gibt es in vielen Haushalten ganz spezielle Düfte: nach Kaffee vielleicht oder nach Früchtetee – und natürlich nach verschiedensten Pflegeprodukten und Kosmetika. Schließlich will man wohlriechend in den neuen Tag starten.

Morgengedanken 7.6.2018 zum Nachhören:

Ich bin eine Ordensfrau und verwende kein Parfum. Seife und Duschgel müssen reichen, aber faszinierend finde ich die Vielfalt guter Düfte schon. Es ist ja unglaublich, welche Varianten an Duftkompositionen angeboten werden in den Drogerien, den Beauty-Shops. Jasmin und Rosè, so lese ich, sind die häufigsten Duftnoten.

Sr. Beatrix Mayerhofer
ist Präsidentin der Vereinigung der Frauenorden Österreichs

Kraft der Düfte

Auch die Bibel weiß von der kostbaren Kraft guter Düfte. Das Hohelied der Liebe rühmt gleich im ersten Kapitel das Nardenöl, die Myrrhe, die Hennablüte. In den Evangelien begegnet uns dann die Frau mit dem Alabastergefäß, die Jesus teuerstes Nardenöl über das Haar gießt. In den Augen der Jünger ist das pure Verschwendung. Sie machen der Frau heftige Vorwürfe. Aber Jesus verteidigt die Frau. Der Duft der Liebe erfüllt das Haus. Die Liebe rechnet nicht. Die Liebe liebt.

Die Gründerin meiner Ordensgemeinschaft sagt das noch eindringlicher. Sie schreibt: „Die Liebe gibt mit Freuden alles, und wieder, und täglich alles.“