Die Kunst des Genießens

Dietmar Stipsits scheint eine besondere Vorliebe für Konditoreien zu haben. Was seine Vorliebe mit Achtsamkeit zu tun hat, erklärt er hier.

Morgengedanken 29.9.2018 zum Nachhören:

Darf ich Ihnen etwas beichten? Einer meiner Lieblingsspaziergänge führt mich zu einer der vielen Konditoreien, die es hier bei uns in Bad Tatzmannsdorf gibt. Regelmäßig gönne ich mir einen großen Espresso und dazu ein Tortenstück.

Dietmar Stipsits
ist röm.-kath. Pfarrer des Seelsorgeraumes Bad Tatzmannsdorf, Bernstein und Mariasdorf im Burgenland

Genießen nicht vergessen

Manchmal fällt es mir echt schwer, für welche Mehlspeise ich mich entscheiden soll. Und dann genieße ich in aller Gelassenheit Kaffee und Kuchen. Das ist beinahe eine Art Ritual für mich geworden, egal ob am Sonntag nach dem Gottesdienst in großer Runde mit anderen oder unter der Woche ganz mit mir alleine.

Ich denke mir, gerade in unserer schnelllebigen und stressvollen Zeit ist es wichtig, dass ich die „Kunst des Genießens“ pflege. Darunter verstehe ich Folgendes: Ich nehme mir regelmäßig Zeit für Dinge, die mir wichtig sind. Das können Hobbys sein, die ich liebe, das mag ein Konzert sein, zu dem ich gerne gehe, das kann ein gutes Essen sein, der Garten, der mir Freude bereitet oder mein Körper, dem ich was Gutes tue. Meine Spaziergänge zu einer der Konditoreien hier bei uns motivieren mich, auch das Genießen nicht zu vergessen.