Tobit

Fromme Sprüche… Ja, die findet man auch in der Bibel, und das ist jetzt gar nicht ironisch gemeint. Aber: Sie bietet auch unglaublich ermutigende Geschichten.

Morgengedanken 12.2.2020 zum Nachhören (bis 11.2.2021):

Im Buch Tobit wird uns vom alten Tobit erzählt. Anders als die übrigen Israeliten in der Verbannung in Ninive war Tobit einer, der den Geboten Gottes treu ist und barmherzig mit seinen Mitmenschen umgeht. Weil er verbotenerweise ermordete Israeliten begräbt, wird er von den damaligen Machthabern verfolgt und erblindet durch ein Missgeschick.

Dietmar Stipsits
ist Pfarrer im Seelsorgeraum Bad Tatzmannsdorf, Bernstein und Mariasdorf

Weg aus der Finsternis

Die Ärzte verschlimmern nur alles. Er bittet im Gebet Gott um Hilfe, verheimlicht dabei nicht seine Fehler. Tobias, sein Sohn, kommt nach einer Reise nach Midian mit einem Heilmittel zurück zu seinem Vater. Damit erlangt Tobit sein Augenlicht wieder. Eine wunderschöne Erzählung, wie der Gott der Bibel Menschen aus schwierigen Situationen rettet, in diesem Fall von einer Krankheit heilt und das Leben Tobits wieder hell macht. Tobit erlebt wortwörtlich: „Du, Gott, machst meine Finsternis hell“. (Ps 18,29).

Mir sagt Tobit: Selbst in einer ausweglosen Erkrankung vertrau auf Gott. Er hat dich nicht vergessen. Bleib Gott treu und geh barmherzig mit deinen Mitmenschen um. Dann kann auch so manche Finsternis, z. B. eine Krankheit wieder hell werden. Tobit hat es genauso erlebt.